K2 Advisors: Ausblick Hedgefonds-Strategie 2. Quartal
18. April 2017

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Das K2 Advisors Team strebt danach, durch aktive Portfolioverwaltung, taktische Allokation und Diversifizierung über vier primäre Hedge-Strategien Mehrwert zu erwirtschaften: Long Short Equity, Relative Value, Global Macro und Event Driven. Im Ausblick für das zweite Quartal (Q2) 2017 erläutern die Research und Portfolio Construction-Teams von K2 Advisors die wichtigsten Marktereignisse, die sie im Auge behalten.

Saunders_circleDavid Saunders 
Mitbegründer und Managing Director
K2 Advisors

 

Christian_circle

Robert Christian
Senior Managing Director
Head of Research

K2 Advisors

 

Ritchey_circle

Brooks Ritchey
Senior Managing Director
Head of Portfolio Construction

K2 Advisors

 

Ausblick für das zweite Quartal: Nach der Trump-Welle

Die Kluft zwischen politischem Wunsch und politischer Wirklichkeit ist in den letzten Wochen etwas kleiner geworden, zumindest im Hinblick auf den 45. Präsidenten der USA. Das Scheitern der US-Gesundheitsreform zügelte den Leichtsinn, der die Wall Street nach der Wahl beflügelte. Manch einer sonnte sich daher in Schadenfreude, doch eine optimistischere Sicht der Lage wäre, dass die Gewaltenteilung, wie sie von den Gründervätern vorgesehen wurde, in Washington DC noch immer funktioniert.

Die vergeblichen Bemühungen, das Bundesgesetz, das den Zugang zur Krankenversicherung regelt, abzuschaffen und zu ersetzen, sowie das gestoppte Einreiseverbot haben signalisiert, dass die politische Agenda der Exekutive nicht einfach von der Legislative und der Judikative abgesegnet wird. Doch vorerst herrscht noch immer die Überzeugung, dass die Regierung die sogenannten „Big Three“ – Steuerreform, Deregulierung und Infrastrukturausgaben – erfolgreich umsetzen wird und dass diese drei Initiativen die US-Wirtschaft ankurbeln und die aktuellen Bewertungen am Markt stützen werden.

Nach dem Wahlsieg von Trump erlebten Aktien eine dreimonatige Börsenrallye. Die Zeit wird zeigen, ob Hoffnung und Spekulation durch politische Realität belohnt werden.

Ganz gleich welche politischen Resultate erzielt werden, wir rechnen künftig mit mehr Volatilität am Markt – und das kann für Hedge-Strategien eine positive Entwicklung sein. Zur Erinnerung: Alpha ist ein Nebenprodukt eines ineffizienten Markts und unseres Erachtens nach ist eine höhere Volatilität ein Indikator für eine größere Marktineffizienz – und damit für eine höhere Erfolgschance aktiver Anlagen wie abgesicherte Strategien. Trumps Wahlsieg stellte eindeutig eine tektonische Verschiebung dar und während die Märkte gerade herausfinden, was diese Verschiebung letztendlich bedeuten wird, erwarten wir dabei kräftige Marktbewegungen – und zwar in beide Richtungen. Auch erwarten wir eine messbare Streuung auf Sektor- und Wertpapierebene. Unter diesen Umständen könnten Anlageverwalter mit mehr Trading-Spielraum stärker von Kursänderungen und Trends profitieren.

Klimaaufhellung in Europa: Long-Short Equity

Das Klima in Europa hellt sich allmählich auf, was Gutes für die europäischen Märkte verheißt – und für die Strategie Long-Short Equity.

Zuallererst mag sich das Gespenst des Populismus verflüchtigen. Diese Entwicklung ist positiv, denn die Bewegung drohte, jahrzehntelange politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Region zunichtezumachen. Die jüngste Niederlage des populistischen Kandidaten Geert Wilders der niederländischen „Freiheitspartei“ könnte sich als Barometer für ganz Europa herausstellen und ein Anzeichen sein, dass die Stimmung in der Region möglicherweise umschlägt. Darüber hinaus weist das Gros der Umfragen in Frankreich darauf hin, dass die populistische Kandidatin Marine Le Pen im Rückstand liegt. In Deutschland erzielen die Regierungspartei unter Kanzlerin Angela Merkel und ihre Kooperationspartner noch immer bessere Umfrageergebnisse als ihre rechtsorientierten Herausforderer. Diese Veränderungen der politischen Lage sollten das Wachstum in der Region fördern.

Doch nicht nur das politische Umfeld sieht ermutigend aus, auch die günstigen wirtschaftlichen und technischen Bedingungen könnten Europa Rückenwind verleihen. Man sollte bedenken, dass europäische Aktien in den letzten zehn Jahren im Allgemeinen hinter dem US-Markt zurückblieben[1]. Wir rechnen hier mit einer Trendwende. Unseres Erachtens könnten europäische Aktien von günstigen Bewertungen, besserem Ertragswachstum und einer globalen Reflation profitieren. Nach Jahren unterdurchschnittlichen Wachstums im Zusammenhang mit der Staatsschulden- und Bankenkrise befinden sich das regionale Wirtschaftswachstum und die Inflation langsam auf dem Weg der Besserung.

Darüber hinaus ergeben sich aus der Schwäche von Euro und Pfund Sterling gegenüber dem US-Dollar, einhergehend mit der Marktvolatilität infolge andauernder geopolitischer Unsicherheit, Chancen für Manager durch gezielte Auswahl bestimmter Titel aus der Region. Europäische Unternehmen mit einer Kostenbasis in Euro oder Pfund Sterling, die Einnahmen in stärkeren Währungen (wie dem US-Dollar) erwirtschaften, dürften ebenfalls gut positioniert sein. Schließlich sehen viele Manager Chancen im Finanzsektor, da Banken in Europa in den letzten Jahren hart an der Bereinigung ihrer Bilanzen gearbeitet haben und stärker werden. Wir sind der Ansicht, dass viele dieser Institutionen höher als aktuell bewertet werden könnten.

Ein Puffer gegen größere Ungewissheit: Relative Value

Dass Relative-Value-Strategien weniger direktional sind, macht sie inmitten größerer Ungewissheit an den Märkten nach wie vor attraktiv. Da die tatsächliche Volatilität sehr gering ist, bietet eine Relative-Value-Strategie, die auf Volatilität setzt, eine attraktive Asymmetrie zum Ausgleich anderer Anlagen. Außerdem scheint die Strategie so positioniert zu sein, dass sie von einer zunehmenden Streuung profitieren wird. Angesichts der Richtungsänderung der neuen US-Regierung bei der Fiskalpolitik sowie der aufkommenden politischen Realitäten in Europa und andernorts auf der Welt halten wir dieses Szenario für wahrscheinlich.

Zuletzt dürfte das unterschiedliche Vorgehen der Zentralbanken in den wichtigen globalen Volkswirtschaften bessere direktionale Anlagechancen eröffnen. Beispielsweise können grenzüberschreitende Bewertungen im Vergleich sehr attraktiv bewertet sein, insbesondere angesichts der Haltung der US-Notenbank zu Zinsanhebungen. Andererseits wird in Japan und Europa nach wie vor über die Möglichkeit weiterer Lockerungsmaßnahmen diskutiert. Als Funktion dieser Dynamik sehen wir aktuell große Bewegungen bei Devisen und globalen Währungen, die wiederum konkrete Handelschancen mit Long- vs. Short-Positionen bei Relative-Value-Strategien schaffen.

Katalysatoren für Event-Driven-Strategien bleiben bestehen

Unserer Einschätzung nach werden unternehmerische Aktivitäten 2017 robust bleiben und im Laufe des Jahres möglicherweise zunehmen. Es wird erwartet, dass die neue Regierung eine unternehmerfreundlichere Richtung einschlägt (und das Ausmaß an Regulierung reduziert), besonders was das Kartellrecht angeht. Auch stehen möglicherweise zwei Änderungen der Abgabenordnung an, die unternehmerische Aktivitäten ankurbeln könnten – eine Steuererleichterung für die Rückführung von Barmitteln aus dem Ausland und eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer.

Merger Arbitrage ist weiterhin eine attraktive Strategie für Anleger, die relativ konstante Renditen mit geringer Marktkorrelation anstreben. Auf Katalysatoren bzw. Sondersituationen ausgerichtete Strategien lieferten 2016 gemischte Ergebnisse, was das Resultat der Marktvolatilität und einer Reihe von Situationen war, die negative Ergebnisse auswiesen. Unserer Meinung nach wird sich das Umfeld verbessern, wenn der Markt Klarheit über die politischen Maßnahmen der neuen Regierung gewinnt, dennoch sollten Manager umsichtig vorgehen und Beta durch entsprechende Sicherungsgeschäfte reduzieren. Aktivistische Manager werden voraussichtlich auch weiter nach schlecht geführten Unternehmen Ausschau halten, „schnelle Lösungen“ wie Rückkäufe verlieren aber an Bedeutung. Aktivistische Manager, die einen Restrukturierungsansatz verwenden, brauchen mehr Zeit, bis die Strategie erste Erfolge zeigt, als das beim Financial Engineering der Fall ist.

Sie können in unserem früheren Blogeintrag mehr über die hier behandelten und weiteren Arten von Hedge-Strategien erfahren: „Schlagende Argumente für liquide Alternativen.“

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Welche Risiken bestehen?

Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des potenziellen Verlusts des Anlagekapitals. Der Wert von Anlagen kann fallen oder steigen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den vollen Anlagebetrag zurück. Attraktive Anlagemöglichkeiten zu erkennen, ist schwierig und mit hohen Unwägbarkeiten verbunden, und es kann nicht zugesichert werden, dass solche alternative Anlagestrategien erfolgreich sein werden. Eine Anlage in diese Strategien unterliegt verschiedenen Risiken, unter anderem auch denselben Marktrisiken wie alle Anlagen in jede Art von Wertpapieren, unter anderem einem Volatilitätsrisiko.

Der Marktwert von Wertpapieren im Bestand der K2 Liquid Alternative Portfolios kann – mitunter rasch oder unvorhersehbar – steigen oder fallen. Anlagen in ausländischen Wertpapieren sind mit besonderen Risiken behaftet, darunter Währungsschwankungen sowie ungewisse wirtschaftliche und politische Entwicklungen. Anlagen in Entwicklungsländern beinhalten ähnliche Risiken, die jedoch aufgrund des relativ kleinen Volumens und der geringeren Liquidität dieser Märkte höher sind.  Der Ausblick für die einzelnen Hedge-Strategien wird im Verhältnis zu anderen Hedge-Strategien ermittelt und stellt keine Meinung bezüglich der erwarteten absoluten künftigen Wertentwicklung oder des Risikos dar.

[1] Quellen: MSCI Europe Index, MSI US Index. Der MSCI Europe Index umfasst Unternehmen mit hoher und mittlerer Kapitalisierung aus 15 europäischen Industrieländern. Der MSCI USA Index soll die Wertentwicklung des Large- und Mid-Cap-Segments des US-Markts messen. Indizes werden nicht gemanagt. Es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren. Gebühren, Kosten oder Ausgabeaufschläge sind in den Indizes nicht berücksichtigt. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist weder ein Indikator noch eine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung.

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