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US-Technologiesektor: Weiterer Aufschwung oder Korrektur in Sicht?

Seit dem berüchtigten „Dot-Com“-Crash vor inzwischen fast zwei Jahrzehnten tendieren Anleger dazu, jegliche längere Aufschwungphase bei Aktien aus dem Technologiesektor in Frage zu stellen. Stephen Dover, Executive Vice President und Head of Equities bei Franklin Templeton Investments und Chief Investment Officer von Templeton Emerging Markets, hat kürzlich einen Podcast aufgezeichnet, der sich mit dem Thema Technologie und der Art und Weise, wie Anleger diesen Sektor betrachten könnten, befasst. In diesem neuen Podcast erklärt er, warum sich die Situation heute aus seiner Sicht deutlich vom Dot-Com-Crash unterscheidet.

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Hören Sie sich den vollständigen „Talking Markets“ Podcast an, und erfahren Sie von Stephen mehr über seine Ansichten zu Investments im Technologiesektor. 

 Hier einige wichtige Punkte:

  • Wohl den größten Unterschied im Hinblick auf Technologie macht heute das Konzept der „Disruption“ oder Störung – beispielsweise die Nutzung des Internets um grundlegende Veränderungen bei Taxidiensten, im Einzelhandel oder in der Kommunikationsbranche anzustoßen. Hinzu kommt: Technologieunternehmen weisen heute tatsächlich auch Cashflows und Erträge auf. Daher erscheinen sie nicht extrem überbewertet, wie es etwa zum Höhepunkt der Technologieblase Anfang der 2000er Jahre der Fall war.
  • Wir leben in einer Welt, die von hohen Geldmengen und relativ niedrigen Zinsen geprägt ist. Dies bedeutet, dass Ertragsströme höher bewertet werden als in der Vergangenheit. Das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten treibenden Faktoren für Technologieaktien.
  • Wenn man als Anleger versucht, zu entscheiden, ob man Aktien über einen längeren Zeitraum hinweg halten will, muss man letztlich berücksichtigen, wie diese Unternehmen weiterhin Geld verdienen werden. Ganz breit gefasst: sie werden auch weiterhin Geld verdienen, wenn die Produktivität steigt. Und die Produktivität steigt nur, wenn Reinvestitionen vorgenommen werden.
  • Ein günstiges Marktumfeld kann auf diese Weise über lange Zeit hinweg andauern. Die US-Wirtschaft hat eine der längsten Erholungsphasen ihrer Geschichte verzeichnet. Allerdings ist die Erholung im Nachgang der globalen Finanzkrise der Jahre 2007 bis 2009 äußerst schwach ausgefallen. Es lässt sich durchaus argumentieren, dass eine schwächere Erholung länger andauern kann.
  • Anleger preisen ein äußerst positives Umfeld für Aktien ein – es gibt jedoch immer unerwartete Ereignisse, die eintreten und den Ausblick verändern könnten. Und wenn die Erträge nicht mithalten oder die Zinsen nicht niedrig bleiben, besteht die Möglichkeit einer Korrektur – womöglich sogar einer scharfen Korrektur. Das sollte langfristig orientierte Anleger nicht wirklich beunruhigen.
  • In vielen Fällen ist der Erfolg eines Unternehmens gegenüber seinen Wettbewerbern in erster Linie der Unternehmensleitung zu verdanken.  Das lässt sich für einzelne Anleger nur sehr schwer beurteilen, und wir verbringen sehr viel Zeit genau damit.

Es folgt das vollständige Transkript des Podcast:

Kristine Hurley: Für unsere Zuhörer, die Sie nicht kennen, können Sie uns zunächst kurz etwas zu Ihrer Person erzählen?

Stephen Dover:  Zwei Dinge könnten interessant sein. Zum einen bin ich auf einer Ranch groß geworden, die mein Urgroßvater in Montana errichtet hatte. Die Menschen, die mich kennen, wissen wahrscheinlich nicht, dass dies mein Hintergrund ist – und einer der Faktoren, die mich stark geprägt haben. Als Sohn eines Ranchers und einer Schullehrerin betrachte ich Investments immer aus diesem Blickwinkel. Dies ist die Art von Menschen, für die ich investiere, und das nehme ich sehr ernst.

Das andere, was mich stark geprägt hat: Ich war einer der ersten Amerikaner, die Anfang der 80er Jahre in China studiert haben. Zu dieser Zeit wurde China noch als Dritte-Welt-Land angesehen. Ironischerweise studierte ich dort marxistische Volkswirtschaft, die sich nicht als allzu hilfreich erwiesen hat. Aber sie hat mir zu einer anderen Perspektive verholfen. Ich denke also, diese beiden Dinge haben mich in Kombination stark geprägt und an den Punkt gebracht, an dem ich mich heute befinde.

Kristine Hurley: Das ist eine faszinierende Ausgangssituation. Wie sind Sie dahin gelangt, wo Sie heute sind?

Stephen Dover: Nun, ich habe zweifellos den ein oder anderen Umweg eingelegt. Ich hatte die Gelegenheit, in vielen verschiedenen Ländern zu leben. Ich bin viel gereist – wissen Sie, ich sage meiner Familie, ich bin schon überall hin gereist. Aber meine Tochter korrigiert mich: nein, in der Antarktis bin ich noch nicht gewesen. Also wirklich überall bin ich noch nicht gewesen, aber in die meisten Länder, die ich bereist habe, habe ich auch investiert. Den Großteil meiner Karriere habe ich außerhalb der USA verbracht und Investment-Büros dort aufgebaut, wo wir uns stark auf lokale Anleger konzentrieren. Wir haben Investmentprodukte für den indischen Markt entwickelt, oder den brasilianischen Markt, oder den kanadischen Markt oder den europäischen Markt. Das war für mich wirklich spannend, und letztlich habe ich damit mehr oder weniger die letzten 30 Jahre meiner Karriere verbracht.

Ich denke, ich habe tolle Chancen gehabt, mit vielen wirklich außerordentlichen Investoren zusammenzuarbeiten, in vielen Fällen hier bei Franklin Templeton. Zum einen ist da natürlich [der kürzlich verstorbene] John Templeton zu erwähnen. Und heute arbeite ich eng mit Mark Mobius zusammen. Jemand, der für mich echten Vorbildcharakter hat, war Charlie Johnson, mit dem ich zusammenarbeiten durfte und der Franklin Templeton als CEO [von 1957 bis 2005] grundlegend geprägt hat. Etwas, was mir besonders im Kopf geblieben ist, war, als er Anfang der 2000er Jahre über Investmentfonds und den Zweck von Investmentfonds sprach, und dass sich Investmentfonds als so phänomenales Vehikel erwiesen haben.

Kristine Hurley: Der US-Technologiesektor hat einen unglaublichen Lauf hingelegt. Wie schätzen Sie die Lage heute ein?

Stephen Dover: Nun, das ist interessant. Ich denke, das ist der Vorteil, wenn man ein bestimmtes Alter erreicht: ich habe dies inzwischen schon ein paar Mal erlebt. Wir haben starke Anstiege im Bereich der Technologie erlebt. Besonders bekannt ist natürlich die Technologieblase der frühen 2000er Jahre, aber auch 1974 gab es schon einmal eine Blase. Das Thema ist also interessant. Und es ist interessant, die Entwicklung zu beobachten.  Wenn jemand zu Ihnen käme und sagen würde „Sieh mal, ich habe diese tolle Idee: ich werde ein globales [Online-] Taxiunternehmen gründen.“ Wissen Sie, es sind diese neuen, umwälzenden Ideen. Würden Sie sagen, dass dies ein Technologieunternehmen ist? Oder ein Taxiunternehmen? Daher denke ich, dass wir uns in einer anderen Situation befinden als in der Vergangenheit. Den größten Unterschied machen meiner Ansicht nach diese Umwälzungen aus. Der zweite Unterschied: diese Unternehmen weisen tatsächlich bereits Cashflows und Erträge auf. Zum jetzigen Zeitpunkt erscheinen sie nicht extrem überbewertet, wie es etwa während der Technologieblase Anfang der 2000er Jahre der Fall war, da sie auch Gewinne erzielen. Rückblickend würde ich bei Betrachtung der frühen 2000er Jahre sagen, dass viele dieser Prognosen korrekt waren. Aber sie beruhten auf Hoffnung. Es gab einen Haufen von Unternehmen, die eigentlich keine Erträge und auch keinen realen Wert hatten. Wenn ich also einen Moment lang mal etwas technisch werden darf: ich würde sagen, die meisten von uns Analysten bewerten Unternehmen auf Basis diskontierter Cashflows oder diskontierter Dividenden. Und Anfang der 2000er Jahre war bei den meisten dieser Unternehmen eine solche Bewertung nicht möglich. Also blieb noch das, was als Restwert bezeichnet wird. Man ging davon aus, dass das Unternehmen nach 20 Jahren sehr wertvoll sein würde, und dieser Wert wurde dann diskontiert, um zu einer Bewertung zu gelangen. Heute befinden wir uns keineswegs in einer solchen Situation. Wir sehen hier Unternehmen, die Cashflows – oder zumindest Potenzial für Cashflows – aufweisen.

Und das aus meiner Sicht wichtigste Thema in Bezug auf diese Technologieunternehmen ist die Tatsache, dass sie „disruptiv“ sind. Wir haben die Chance, die Macht des Internets zu nutzen, um grundlegende Umwälzungen in der Taxi-, Einzelhandels- oder Kommunikationsbranche anzustoßen, und das ist zweifellos wertvoll. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird, aber ich denke, dass unsere heutige Lage im Vergleich zur Vergangenheit anders ist.

Kristine Hurley: Angesichts dieser Umwälzungen, ändert dies in Ihren Augen auch den zeitlichen Rahmen für diese [Markt-] Rallys? Wie Sie erwähnt haben, haben wir diese starken Kursanstiege schon früher beobachten können. Dieses Mal scheint der Aufwärtstrend aber über einen längeren Zeitraum hinweg anzudauern. Führen Sie dies auf diese Disruption zurück, oder worin liegt Ihrer Ansicht nach der Grund hierfür?

Stephen Dover: Nun, bei Technologieaktien betrachten wir in Wirklichkeit eine ganz andere Branche, und wir sehen unterschiedlichste Chancen sowie ein gewisses Maß an Monopolmacht. Was also lässt sich von Grund auf stören und verändern? Die Umwälzungen erfolgen in Bereichen mit hohen Gewinnmargen. Und genau darauf haben sich diese Unternehmen konzentriert. Rein definitionsgemäß eröffnen sich dort also erhebliche Chancen. Aber ich denke, ihre Frage betrifft wahrscheinlich eher das breitere Marktgeschehen. Wenn Sie die Bewertungen am Markt betrachten, ich denke, eine Möglichkeit diese zu betrachten und Bewertungen einzuschätzen, d.h. zu erwägen, ob sie überhöht sind oder nicht, besteht darin, KGVs als eine Inversion anzusehen. Sie sind ähnlich wie Zinssätze, und wenn man niedrige Zinsen hat, ist etwas in der Zukunft mehr wert, da es zu einem niedrigeren Zinssatz diskontiert wird. Und deshalb kann man die aktuellen Bewertungen nicht wirklich mit früheren Bewertungen vergleichen. Wir leben in einer Welt, die von hohen Geldmengen und relativ niedrigen Zinsen geprägt ist. Und selbst die Prognosen für Zinserhöhungen fallen relativ mild aus. Im Hinblick auf Bewertungen bedeutet dies, dass Ertragsströme einen höheren Wert haben als in der Vergangenheit. Das ist wahrscheinlich einer der wichtigsten treibenden Faktoren hinter der bisherigen Marktentwicklung. Hinzu kommt: wenn die Zinsen sehr niedrig sind, die Ertragsströme jedoch höher, dann sind Aktienrückkäufe wertvoller als Dividenden – und auch das hat das Marktgeschehen erheblich beeinflusst. Genaugenommen sind die Märkte kleiner geworden.  Trotz der Börsengänge und neuen Unternehmen gibt es heute weniger Aktien und weniger Unternehmen auf dem Markt als während der letzten rund 20 Jahre. Grund hierfür sind die durchgeführten Rückkäufe.

Und dann würde ich sagen: der dritte Faktor ist das politische Umfeld. Wir befinden uns in einem Umfeld, das für die Wirtschaft allgemein sehr positiv ist. Und wenn überhaupt, dann übersteigt das Aufwärtspotenzial, etwa durch mögliche Steuersenkungen, die möglichen Verlustrisiken. Das Umfeld ist also ziemlich günstig, und das ist eine solche Situation, in der die Märkte auf ein Allzeithoch klettern.

Kristine Hurley: Aus Ertragssicht haben wir inzwischen einen Teil der Berichtssaison hinter uns, und wir sehen auch weiterhin starke Gewinnzahlen. Diese Rückkäufe halten weiterhin an, und wenn wir dieses günstige Zinsumfeld haben, würden Sie erwarten, dass sich diese Situation hinsichtlich der Rückkäufe fortsetzt? Und was können wir den Unternehmensbilanzen entnehmen?

Stephen Dover: Bei den Rückkäufen zeichnet sich keinerlei Verlangsamung ab. Das Enttäuschende an Rückkäufen und das, was man in einer Wirtschaft gerne sehen würde, ist, dass Unternehmen reinvestieren. Das ist ein Bereich, in dem wir geringere Reinvestitionen in die Wirtschaft verzeichnet haben als aus unserer Sicht wünschenswert wäre. Und ich würde sagen, ein Teil davon betrifft öffentliche politische Themen ebenso wie buchstäbliche Wirtschaftsthemen, und die Produktivitätssteigerungen sind bislang ausgeblieben. Wenn man als Anleger also versucht, eine Entscheidung darüber zu treffen, ob man über eine längere Zeit hinweg in Aktien investiert bleiben will, fragt man sich letzten Endes: wie wird Geld verdient? Nun, die einzige Art, wie diese Unternehmen – und ich formuliere dies einmal sehr allgemein – Geld verdienen werden, ist durch Produktivitätssteigerungen. Und die Produktivitätssteigerungen finden nur dann statt, wenn Reinvestitionen vorgenommen werden. Das ist also ein Teil von dem, was wir im Ausblick berücksichtigen müssen.

Kristine Hurley: Und mit diesem Ausblick, wenn sich dieses günstige Umfeld fortsetzt und über eine längere Zeit hinweg anhält, wie lange kann die Rally aus Ihrer Sicht noch andauern? Oder drohen uns im Hinblick auf diesen Sektor Kapitalabflüsse und Kursrückgänge?

Stephen Dover: Wir müssen betrachten, was an diesem Markt geschehen ist. Es hat insofern eine Rotation stattgefunden, als dass sich einige Sektoren – allen voran der Technologiesektor – sehr gut entwickelt haben, während andere Sektoren katastrophal eingebrochen sind, beispielsweise der Energiesektor, und phasenweise auch der Gesundheitssektor sowie einige der übrigen Sektoren. Für einen Markt ist dies eine gesunde Entwicklung. An den Gesamtzahlen für die Marktentwicklung lässt sich dies nicht ablesen. Dafür muss man schon die untergeordneten Rotationen innerhalb des Marktes betrachten. Ein günstiges Marktumfeld kann über lange Zeit hinweg andauern. In der aktuellen Wirtschaftssituation haben wir – zumindest in den USA – eine der längsten Erholungsphasen überhaupt verzeichnet. Aber die Erholung ist auch schwächer ausgefallen als jemals zuvor. Es lässt sich durchaus argumentieren, dass eine schwächere Erholung länger andauern kann als eine starke Wirtschaftslage.

Eine andere Art und Weise, Ihre Frage zu betrachten, wäre vielleicht: was kann uns aus der Bahn werfen, bzw. was könnte eine Korrektur auslösen. Und da gibt es aus meiner Sicht mehrere Faktoren. Wissen Sie, dass große Thema – und das ist natürlich eine etwas merkwürdige Antwort – ist was wir nicht wissen, richtig? Es könnte eine politische Situation eintreten, beispielsweise eine furchtbare Entwicklung in Korea, ein Handelskrieg mit China oder auch politische Vorfälle in den USA. Denn die Anleger preisen, wenn man so will, ein äußerst positives Umfeld ein. Wenn es nicht anhält – wenn die Erträge nicht weiter steigen oder die Zinsen nicht niedrig bleiben – besteht die Möglichkeit, dass es mindestens zu einer Korrektur kommt, möglicherweise sogar zu einer scharfen Korrektur. Solche Entwicklungen lassen sich nicht vorhersagen, aber ich würde sagen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur während der nächsten paar Jahre recht hoch ist. Aber das sollte langfristig ausgerichtete Anleger nicht wirklich beunruhigen.

Ich denke, die meisten Anleger sollten ihre Anlagen auf zweierlei Arten betrachten, je nachdem, natürlich, wie ihr Portfolio aussieht. Für die meisten Menschen, insbesondere jüngere Menschen, handelt es sich bei dem größten Teil ihres Portfolios in Wirklichkeit um ihre Ertragsströme, ihre Ersparnisse über einen längeren Zeitraum hinweg. Wenn man dies berücksichtigt, ändert dies das Risikoprofil, das man bei seinen Anlagen verfolgen sollte. Ich sage dies, denn es impliziert: was tut man, wenn man sich am Höchststand des Marktes befindet?

Ich erinnere mich an einen sehr bekannten Ausspruch von John Templeton. Bei einer Konferenz kam jemand auf ihn zu und sagte: „Sir John, ich habe gerade eine gewisse Summe geerbt. Es handelt sich ausschließlich um Barmittel, und ich möchte investieren. Wann sollte ich investieren?“ Und seine Antwort war: „Sie sollten investieren, wenn Sie das Geld haben.“ Ich denke also, zum jetzigen Zeitpunkt würde ich nicht dem Markt hinterherlaufen wollen. Und ich würde ganz sicher nicht versuchen, den heute teuersten Aktien hinterher zu laufen. Aber wenn es um Fehler geht, die Menschen machen – einen Fehler, den Privatanleger typischerweise machen, ist, zu versuchen, den perfekten Zeitpunkt für einen Einstieg und einen Ausstieg aus dem Markt abzupassen. Es ist also wahrscheinlich kein guter Zeitpunkt, um auf den Markt zu drängen, aber ich wäre auch sehr vorsichtig, an diesem Punkt aus dem Markt auszusteigen.

Kristine Hurley: Man hört so viel über diese Einstellung: „diese Rally hat sich fortgesetzt, unsere Aktie hat einen Höchstwert erreicht, ich muss jetzt aussteigen – nehme ich Gewinne mit, oder steige ich dann aus, bevor es weitergeht“. Ihre Ansicht über diese Einstellung wäre also…

Stephen Dover: Ich denke, wir leben in einer Welt, in der es so viel an Informationen gibt, und es gibt so viel mehr Daten als jemals zuvor. Wir als Analysten versuchen, herauszufinden, wie man damit umgehen soll. Im Fernsehen wird man angebrüllt, es sei Zeit zu kaufen oder zu verkaufen oder was auch immer, und die echte Herausforderung für Anleger besteht meiner Ansicht nach nun darin, emotionslos zu bleiben, wissen Sie? Einfach mal den Fernseher ausschalten und die Lautstärke herunterdrehen. Und wir als Unternehmen schätzen es weiterhin sehr, Unternehmen zu besuchen, das Managementteam kennenzulernen und zu versuchen, die Dinge aus strategischer Sicht zu betrachten. Da ich bereits seit langer Zeit in dieser Branche tätig bin, ist mir inzwischen klargeworden, dass genau diese qualitativen Faktoren – vor Ort zu sein, ein Unternehmen auf Herz und Nieren zu prüfen und die Unternehmensleitung kennenzulernen – unglaublich hilfreich sind, wenn es darum geht, die weitere Entwicklung dieser Unternehmen einzuschätzen.

Wenn man Technologieunternehmen betrachtet – natürlich verfügen sie über die Technologie. Aber in vielen Fällen hängt die Frage, ob eines dieser Unternehmen erfolgreicher ist als ein anderes, vor allem von der Unternehmensleitung ab.  Das lässt sich für Privatanleger nur sehr schwer beurteilen, und wir versuchen, wirklich sehr viel Zeit genau damit zu verbringen.

Kristine Hurley: Kommen wir zum Thema Bewertungen. Es scheint, dass die Preise von Vermögenswerten durchweg hoch sind.  Stimmen Sie der Aussage zu, dass fast nichts unter seinem intrinsischen Wert gekauft werden kann, dass es kaum Schnäppchen gibt und dass das Beste, was wir in dieser Lage tun können, ist, nach Titeln zu suchen, die weniger überteuert sind als andere?

Stephen Dover: Ich denke, dass eines der Probleme moderner Investments und der Art und Weise, in der wir Anlagen betrachten, darin liegt, dass es eine relative und keine absolute Welt ist. Ich denke, dass der Versuch, die Benchmark ständig zu übertreffen oder auch nur den eigenen Manager durch diese Brille zu betrachten und zu beurteilen, eine eher kurzfristige Sichtweise darstellt. Und das ist im Wesentlichen wahrscheinlich das, was die starke Verlagerung hin zu passiven Anlagen verursacht hat. Die Märkte notieren auf einem Allzeithoch, und es gibt einfach nicht mehr so viele Chancen da draußen wie früher. Das bedeutet nicht, dass die Märkte nicht weiter ansteigen werden. Wir hätten uns auch schon vor einem Jahr hierüber unterhalten können, als der Markt ebenfalls auf einem Höchststand war und eine erhebliche Wertsteigerung hinter sich hatte. Ich denke, es gibt da draußen weniger Chancen als in der Vergangenheit. Ich würde Anlegern raten, sich außerhalb der USA umzusehen. Ich denke, dass die USA im Vergleich zu anderen Ländern höher bewertet sind. Nur eine kurze Statistik bzw. konkrete Zahl dazu: ich verwalte globale Fonds, und vor – sagen wir einmal – zehn Jahren machten die USA etwa 40 % des weltweiten Marktwerts aus. Heute entfallen etwa 54 % des globalen Marktwerts auf das Land.[1] Allein aus relativer Sicht betrachtet – glauben Sie, dass die USA irgendwann 60 % der weltweiten Marktkapitalisierung ausmachen werden? Man muss sagen, OK, vielleicht gibt es auch in einigen dieser anderen Länder Chancen. Wir reden hier von Technologie; es gibt Chancen in Schwellenländern, bei Technologieaktien und Unternehmen, die innovativ sind und gigantische Märkte ansprechen, in erster Linie China. Ich denke, die Menschen tendieren dazu, sich nach dem umzusehen, was ihnen vertraut ist. Und deshalb braucht man ein bisschen Hilfe, denke ich, ein wenig Betreuung und Beratung. Aber es gibt wahnsinnig viele Chancen außerhalb der USA.

Kristine Hurley: Können Sie etwas näher darauf eingehen? Wie sieht Ihr Ausblick für den Technologiesektor der Schwellenländer aus?

Stephen Dover: Eines, was ich zu Schwellenländern sagen möchte: früher, in den 80er Jahren, als ich gerade anfing, wurden sie noch „Dritte-Welt-Länder“ genannt, wissen Sie, und sie befanden sich in einem Bereich, der für die meisten Investmentfonds tabu war. Niemand wollte dort investieren, weil das Risiko so hoch war. Ich denke, dass der Name „Schwellenland“ sehr gut getroffen ist, da sie sich an der Schwelle befinden und dabei sind, sich zu verändern. Dies waren Länder, die arm waren, die billige Arbeitskräfte hatten, und die sich in erster Linie selbst aufgebaut haben. Über Exporte – Exporte sind immer noch sehr wichtig – Rohstoffe, Länder wie Brasilien, die beispielsweise über enorme Mengen an Eisenerz verfügen, und Öl, das waren die treibenden Faktoren. Insbesondere das Wachstum in China hat das Wachstum dieser übrigen Schwellenländer beflügelt. Heute befinden wir uns jedoch an einem Wendepunkt, an dem Rohstoffe und Exporte inzwischen einen geringeren Anteil der Marktkapitalisierung der Schwellenländer ausmachen. Und Schwellenländer – ich finde dies überraschend, und ich denke, dass die meisten Menschen dies nicht wissen – aber die Benchmarks, die Indizes von Schwellenländern [MSCI Emerging Markets Index[2]] weisen einen höheren Technologieanteil auf als fast alle übrigen breiten Indizes.

Kristine Hurley: Sehen Sie das als einen Bereich an, in dem die Rally des Technologiesektors möglicherweise länger andauern könnte als in den USA? Befindet sie sich dort noch in einer früheren Phase?

Stephen Dover: Sie befindet sich noch in einer Anfangsphase, und hier finden andere Arten von Umwälzungen statt, da diese Länder die in den USA bestehenden Fundamente nicht aufgebaut haben und eine ganz andere Historie aufweisen. Sie können Dinge, die in den USA geschehen sind, überspringen. Für mich ist das Paradebeispiel wahrscheinlich das Mobiltelefon. Wenn man ein Land wie Indien betrachtet… in den USA hatten wir natürlich zunächst Telefone in unseren Häusern, und heute haben wir Mobiltelefone. In Indien wurden sofort mobile Geräte eingesetzt. Nur etwa die Hälfte der indischen Bevölkerung benutzt Banken. Sie haben gleich mit Mobile Banking angefangen. Ich weiß also nicht, ob Umwälzung hier das richtige Wort ist – aber es findet auf jeden Fall ein Entwicklungssprung statt und ein Anstieg der potenziellen Produktivität, der sich in Industrieländern nur schwerlich erreichen lässt.

Kristine Hurley: Es klingt so, als würden in diesem Bereich tatsächlich zahlreiche Chancen bestehen. Gibt es vielleicht auch Herausforderungen, bestimmte staatliche oder gesellschaftliche Themen, die das Thema erschweren könnten?

Stephen Dover: Meine Güte, genau damit habe ich mich meine gesamte Karriere lang beschäftigt. In diesen Ländern bestehen immer Herausforderungen, und genau das schreckt die Menschen ab, stimmt‘s? Und es anstrengend, dorthin zu reisen. Ich meine, ich habe den Nahen Osten bereist, die Hitze ausgestanden und an den Treffen teilgenommen, und man spricht mit Unternehmen. Wenn man wirklich wissen will, was los ist, und man einen Dolmetscher hat, braucht man wirklich Hartnäckigkeit, um die Unternehmen wirklich zu verstehen und herauszufinden, was vor sich geht. Aber genau deshalb sind die Chancen dort größer, da sie einfach nicht so effizient sind. Die Märkte sind nicht so effizient, nicht einmal annähernd so effizient, wie die der Industrieländer, und es gibt mehr Chancen für Wachstum. Natürlich bestehen auch mehr Risiken. Zum einen ist da die Regierung. Ich beschäftige mich schon seit 30 Jahren mit Brasilien, und dort gibt es ein Sprichwort: „Brasilien ist das Land der Zukunft – und wird es auch immer sein“, weil es niemals ganz dort ankommt. Aber, wow, was für ein reiches Land! Und das meine ich im Hinblick auf Chancen und Wachstum und intelligente Menschen. Aber es ist sehr volatil und hat viele politische Probleme, und man muss sich wirklich auf dem Laufenden halten. Es ist riskant; es ist schwer, zu wissen, was vor sich geht. Ein Beispiel, das ich hierzu anführen könnte: die meisten ETFs für Schwellenmärkte konzentrieren sich stark auf einige wenige Aktien, bei denen es größtenteils um die Exporteure handelt. Wie ich bereits erwähnt hatte, finden in diesen Ländern dramatische Veränderungen statt. Wenn man die Aussichten für Brasilien positiv einschätzt, würde man wahrscheinlich etwas wollen, das das Wachstum in Brasilien widerspiegelt und die Wirtschaft des Landes abbildet. Und die einzige Möglichkeit, um das wirklich zu erreichen, besteht darin, einen aktiven Manager zu finden, der dies versteht und entsprechend investiert.

Kristine Hurley: Ich bin mir sicher, sie haben unterwegs ein paar tolle Reisegeschichten erlebt…

Stephen Dover: Oh ja, auf jeden Fall.

Kristine Hurley: Und ich denke, genau das bietet Ihnen die einzigartige Perspektive, die Sie benötigen. Sie haben gesagt, dass es schwierig ist, in einigen dieser Regionen zu investieren. Ich bin mir sicher, dass es genauso schwierig, wenn nicht gar noch schwieriger ist, bestehende Chancen aufzudecken und Recherchen durchzuführen. Glauben Sie, dass die Fähigkeit, die Welt zu bereisen oder durch Teams bereisen zu lassen oder lokale Teams vor Ort zu haben eine einzigartige Perspektive bietet oder dabei hilft, Chancen aufzudecken?

Stephen Dover: Ich habe wirklich Glück gehabt. Ich habe den Großteil der letzten 30 Jahre auf Reisen verbracht, ich reise so gut wie überall hin, und ich denke, das hat mir die Gelegenheit geboten, eine andere Perspektive zu entwickeln. Teil meiner Sichtweise ist jedoch, dass ich weiß, dass ich trotz all dieser Reisen wirklich nicht allzu viel weiß. Es gibt keinen Vergleich zwischen dem, was ich weiß, und dem, was ein Ortsansässiger weiß. Und nachdem ich in vielen verschiedenen Ländern gelebt habe, ist es mir sehr klar geworden, dass man die Sprache sprechen muss, dass es wirklich einen großen Unterschied macht, wenn man in den Geschäften einkaufen geht und ein lokales Netzwerk hat. Ich denke, dass ist eines der Dinge, über die ich recht stolz bin – dass wir als Unternehmen wirklich diese lokalen Beziehungen aufgebaut haben. Und daher denke ich, dass meine Kenntnis des Markts, oder unsere Kenntnis des Markts deutlich dadurch verstärkt wird, dass wir in Vietnam, in Deutschland, in Großbritannien und all diesen anderen Ländern vor Ort tätig sind. Das bedeutet nicht, dass man nicht in San Francisco ins Flugzeug steigen und alles von dort aus verwalten kann, aber es ist schon anders, und es ist insbesondere dann deutlich anders, wenn man über die Large Caps hinausgehen will.

Kristine Hurley: Was tun Sie also, um unter die Motorhaube zu schauen? Wie erhalten Sie Zugang zum Management, um diese Gespräche zu führen?

Stephen Dover: Ein typischer Analyst bei Franklin Templeton befasst sich mit ungefähr 20 Aktien. Das bedeutet, dass man zwei Wochen, 80 Stunden damit verbringt, lediglich eine bestimmte Aktie zu untersuchen. Und ich denke, dass genau das auch erforderlich ist. Und denken Sie daran, es handelt sich um kumulatives Wissen, d.h. sie lernen nicht nur ausgehend von nichts, sondern bauen auf dem auf, was sie in der Vergangenheit bereits gelernt haben. Das ist, was nötig ist, um die Aktie wirklich zu verstehen, um die Geschäftsführung zu verstehen und die Strategie zu verstehen, und das ist ein Analyst. Eine Ebene höher ist der Portfoliomanager, der den Analysten befragt und versucht, herauszufinden, ob eine bestimmte Aktie ins Portfolio passen würde oder nicht. Das ist, was meiner Meinung nötig ist, um ein Unternehmen wirklich verstehen zu können.

Kristine Hurley: Zu Beginn dieses Gesprächs hatten Sie erklärt, dass diese Rally in der Tat anders aussieht als einige der Aufschwünge, die die Technologiesektoren in der Vergangenheit verzeichnet haben, insbesondere während der Dot-Com-Ära. Auch wenn es einige Unterschiede gibt – glauben Sie, dass ein Kursrückgang oder eine Korrektur des Marktes ebenfalls anders verlaufen würde als in früheren Zyklen?

Stephen Dover: Das ist schwer zu sagen. Ich meine, das ist immer die große Überraschung. Es würde mich überraschen, wenn es nicht zu Kurskorrekturen um 5 % oder 10 % kommen würde. Das ist die Geschichte der Märkte, und die Märkte schießen über ihr Ziel hinaus. Ich denke, es wäre für den Markt sicherlich eine gesunde Entwicklung. Ich denke, die echte Frage ist: würde es zu einem Zusammenbruch oder zu einer enormen Korrektur kommen? Das lässt sich nur sehr schwer vorhersagen. Erträge bieten erheblichen Schutz vor einem völligen Zusammenbruch, und selbst wenn man Technologiewerte aus Sicht des Kurs-Gewinn-Verhältnisses betrachtet, liegen sie derzeit bei einem KGV von etwa 18-19.[3] Sie weisen eine ordentliche Eigenkapitalrendite auf – ganz im Gegensatz zum Jahr 2000, als die KGVs bei 50 oder 100 lagen.[4] Es gibt da draußen immer noch einige dieser Titel, und diese würden einem Risiko ausgesetzt sein.

Für mich ist das größte Risiko das, was wir in Wahrheit nicht verstehen, und das, was ich auf jeden Fall nicht verstehe, und ich habe auch wirklich keine Experten finden können, die das Thema gut verstehen, sind die Folgen dieses geldpolitischen Experiments, das wir während der letzten zehn Jahre oder so durchgeführt haben, und worauf das alles letztlich hinauslaufen wird. Wie wird das Ganze wieder abgewickelt? Ich habe vielen Wirtschaftswissenschaftlern zugehört, und ich höre auf jeden Fall genau den Zentralbanken zu, und wir befinden uns diesbezüglich in Neuland. Und die Art und Weise, wie sich das alles weiter entwickelt, wird Auswirkungen auf die Märkte haben. Und wir wissen nicht genau, welchen Effekt dies haben wird, und das würde ich als Leser stets im Hinterkopf behalten. Wenn Sie daran interessiert sind, würde ich viel und aus unterschiedlichsten Quellen darüber lesen. Es gibt Menschen da draußen, die versuchen, Ihnen Angst zu machen, aber das ist etwas, das es sich lohnen würde, aus makroökonomischer Sicht zu verstehen.

Kristine Hurley: Sie sagen, ein leichter Kursrückgang könnte als gesund angesehen werden. Sie hören diese Marktkommentatoren, diese Fernsehshows, die davon sprechen, Kursrückgänge als Kaufgelegenheit zu nutzen. Denken Sie, dass die Fundamentaldaten dem Sektor Unterstützung bieten? D.h. wenn es zu einer leichten Kurskorrektur kommt, wäre das eine Gelegenheit, entweder mehr Geld zu investieren oder investiert zu bleiben, oder geht das wieder auf die Mentalität im Hinblick auf langfristig gegenüber kurzfristig zurück?

Stephen Dover: Dieses Konzept, bei Kursrückgängen zu kaufen, habe ich niemals verstanden. Und der Grund, warum ich das nicht verstehe, ist der, dass hierbei angenommen wird, dass man Barmittel vorhält. Wenn man also den Markt über einen längeren Zeitraum hinweg betrachtet, würde man niemals Geld verdienen, wenn man bei Kursrückgängen kauft, weil man dann definitionsgemäß Barmittel halten müsste und die Aufwärtsbewegung des Marktes verpassen würde. Persönlich denke ich, dass es am besten ist, die eigenen Ziele zu betrachten und zu sehen, wo man in drei oder fünf Jahren sein will, und sich wirklich darauf zu konzentrieren und dann Anpassungen daran vorzunehmen. Das ist eine strategische Bewegung, und ich denke, fast alle akademischen Untersuchungen und sämtliche Erfahrungen die zumindest ich im Laufe der Zeit gesammelt habe, deuten darauf hin, dass es hierdurch sehr viel wahrscheinlicher wird, dass Sie Ihre finanziellen Ziele erreichen, als wenn Sie versuchen, abzuwarten und erst bei einem Kursrückgang zu kaufen. Den Leuten, die während der letzten fünf Jahre Barmittel gehalten und auf Kursrückgänge gewartet haben, ist es nicht sonderlich gut ergangen.

Kristine Hurley: Gibt es irgendetwas, das wir noch nicht besprochen haben, das Sie hervorheben oder erwähnen möchten?

Stephen Dover: Nun, ich denke, dies war für mich ein interessantes Interview. Ich hoffe, es war auch für unsere Zuhörer interessant. Ich denke, was ich gerne sagen würde, ist, dass wir in einer wirklich spannenden Zeit leben. Wir haben viel über Technologie und diese Umwälzungen oder diese Veränderungen in der Welt gesprochen. Was ich gesehen habe, ist das enorme Wachstum und die Chancen in diesen Schwellenländern und Menschen, die wirklich an der Armutsgrenze gelebt haben und jetzt wachsen. Für mich ist es daher spannend, zu sehen, was gerade passiert und wie der Markt tatsächlich Wohlstand für die Welt insgesamt schafft, und ich denke, das wird sich auch künftig fortsetzen. Und das ist es wirklich, worüber wir reden, wenn wir von Anlagen am Aktienmarkt reden. Ich denke, wenn es etwas gibt, das ich gerne vermitteln würde, wäre es ein tolles Buch, das ich gelesen habe, namens The Signal and the Noise, aber es ist wirklich der Punkt, dass wir in einer Welt leben, in der wir so viele Informationen haben, und dass es sehr leicht ist, sich ablenken zu lassen. Die echte Herausforderung für uns als Anleger besteht darin, in all dem Rauschen, dem wir ausgesetzt sind, die Signale zu erkennen. Wenn wir einmal 30 Jahre zurückblicken würden, und hätten wir all diese tollen Informationen, die wir über Unternehmen haben, gewusst, würde man meinen, wir wären… es wäre phänomenal, und auf vielerlei Weise ist es das auch, aber es wird hierdurch auch schwieriger, weil es mehr Hintergrundrauschen gibt. Das ist also unsere Aufgabe; das ist es, was wir bei Franklin Templeton zu tun versuchen: wirklich leise zu sein und zu versuchen, innerhalb des Rauschens die Signale zu erkennen.
[1] Quelle: MSCI. Indizes werden nicht gemanagt. Es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren. Gebühren, Kosten oder Ausgabeaufschläge sind in den Indizes nicht berücksichtigt. Weitere Informationen zu Datenanbietern finden Sie unter  unterwww.franklintempletondatasources.com.

[2] Der MSCI Emerging Markets Index umfasst Unternehmen mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung aus 24 Schwellenländern. Indizes werden nicht gemanagt. Es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren. Gebühren, Kosten oder Ausgabeaufschläge sind in den Indizes nicht berücksichtigt. Weitere Informationen zu Datenanbietern finden Sie unter www.franklintempletondatasources.com.

[3] Quelle: Bloomberg LP, auf Basis der zukunftsgerichteten und historischen Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGVs) des S&P 500 Information Technology Index. Das KGV ist eine Bewertungskennzahl. Es wird berechnet, indem der Marktpreis einer Aktie durch den Jahresgewinn je Aktie des Unternehmens geteilt wird. Indizes werden nicht gemanagt. Es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren. Gebühren, Kosten oder Ausgabeaufschläge sind in den Indizes nicht berücksichtigt. Weitere Informationen zu Datenanbietern finden Sie unter www.franklintempletondatasources.com.

[4] Ebd.

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Wichtige Hinweise

Alle Anlagen beinhalten Risiken, auch den möglichen Verlust der Kapitalsumme. Der Wert von Anlagen kann fallen oder steigen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den vollen Anlagebetrag zurück. Aktienkurse schwanken mitunter rasch und heftig. Das kann an Faktoren liegen, die einzelne Unternehmen, Branchen oder Sektoren betreffen, oder an den allgemeinen Marktbedingungen. Die Technologiebranche kann durch die Veralterung bestehender Technologie, kurze Produktzyklen, sinkende Preise und Gewinne, Wettbewerb durch neue Marktteilnehmer und die allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen erheblich beeinflusst werden. Die Anlage im Ausland ist mit besonderen Risiken verbunden, z. B. Währungsschwankungen, wirtschaftlicher Instabilität und politischen Entwicklungen. Anlagen in ausländischen Wertpapieren sind mit besonderen Risiken behaftet, darunter Währungsschwankungen sowie ungewisse wirtschaftliche und politische Entwicklungen. Anlagen in Schwellenländern, zu denen als Untergruppe auch die Grenzmärkte gehören, sind mit erhöhten Risiken in Bezug auf dieselben Faktoren verbunden. Hinzu kommen die durch ihre kleinere Größe, ihre geringere Liquidität und die nicht so fest gefügten rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen zur Stützung der Wertpapiermärkte bedingten Gefahren.