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Aktien

Bei Marktkorrekturen das Gesamtbild im Blick haben

Wir wissen zwar nicht, wann sich die jüngste Volatilität des Aktienmarkts wieder legen wird, es ist jedoch wichtig, das Gesamtbild (sprich: das fundamentale Umfeld) des Marktes zu betrachten. Stephen Dover, Head of Equities bei Franklin Templeton, erklärt, warum es wenig ratsam ist, sich in kurzfristigen Stimmungsschwankungen zu verfangen. Und aus seiner Sicht ist das fundamentale Umfeld nach wie vor solide.

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Am Montag, den 5. Februar verzeichnete der US-Aktienmarkt einen plötzlichen Volatilitätsschub. Der Dow Jones Industrial Average verbuchte seinen bisher größten Punkterückgang und schloss knapp 1.175 Punkte niedriger, obwohl er im Laufe des Tages kurzzeitig sogar um fast 1.600 Punkte gefallen war. Prozentual betrachtet war dies der größte eintägige Rückgang des Index seit August 2011. Die Nachwirkungen machten sich rund um den Globus bemerkbar, als die asiatischen und europäischen Börsen am Dienstag, den 6. Februar nachzogen.

Die Plötzlichkeit des Markteinbruchs hat einige Marktbeobachter veranlasst, nach einer Erklärung zu suchen. Eine Möglichkeit ist sicherlich die Erkenntnis, dass die Ära des billigen Geldes offenbar weltweit zu Ende geht.

Allerdings haben Aktienanleger inzwischen seit vielen Jahren gute Renditen erzielt. Daher halten wir die aktuelle Marktkorrektur für eine gesunde Entwicklung.

Wenn man berücksichtigt, dass die Märkte in den letzten Jahren einen relativ starken, beispiellosen Anstieg verzeichnet haben, können Marktkorrekturen eine Gelegenheit bieten, die Bewertungen zu verbessern, so dass Aktien nicht ganz so teuer gekauft werden müssen. Dies hilft dabei, die Effizienz neuer Portfolioallokationen zu erhöhen.

Anleger sollten den Markt nicht mit der Wirtschaft verwechseln. Wir haben weltweit reales und solides Wirtschaftswachstum verzeichnet. Unternehmen mit einer geringen Verschuldung, einer transparenten Ertragslage, Preismacht und positivem Cashflow sollten in der Lage sein, sich auch in einem von straffer Geldpolitik und steigenden Zinsen geprägten Umfeld gut zu entwickeln.

Es sollte unbedingt beachtet werden, dass die Märkte kurzfristig zwar volatil sein können, sie langfristig jedoch die zugrundeliegenden Fundamentaldaten von Unternehmen und Ländern widerspiegeln. Aus unserer Sicht sind die langfristigen strukturellen Wachstumstreiber unverändert, und ein leichter Anstieg der Zinsen oder der Inflation dürfte keine gravierenden Auswirkungen haben. Langfristig wird das globale Wachstum durch strukturelle Faktoren wie Verbraucherausgaben, Infrastruktur, technologische Innovationskraft, Akzeptanz neuer Technologien und innovative Ansätze im Gesundheitswesen bestimmt.

Wir sind uns durchaus der Tatsache bewusst, dass weltweit nach wie vor Herausforderungen bestehen. In einigen Ländern sind (häufig unbeliebte) strukturelle Reformen erforderlich. Wahlen können Unsicherheit und Veränderungen mit sich bringen, und es besteht immer die Möglichkeit politischer Fehltritte oder unerwarteter geopolitischer Schocks.

Auf Kurs bleiben

Bei Marktturbulenzen ist es stets verlockend, sich auf die kurzfristigen Entwicklungen zu konzentrieren. Es ist jedoch wichtig, den eigenen langfristigen Anlagehorizont und die eigenen Anlagegründe im Auge zu behalten, sei es der eigene Ruhestand, die Ausbildung der Kinder oder ein anderes Ziel.

Die Marktrenditen können im Laufe der Zeit schwanken. Solange die Weltwirtschaft jedoch robust bleibt und Unternehmen eine hohe Innovationskraft und Wachstum an den Tag legen, sind die Argumente für eine fortgesetzte Anlage in Aktien stark. Nur so lässt sich das Wachstumspotenzial ausschöpfen, mit dem künftig zu rechnen sein dürfte.

Die meisten Anleger halten umfangreiche Anlagen in ihrem jeweiligen Heimatland – ein Phänomen, das im Bereich der „Behavioural Finance“ als Heimatlandtendenz bezeichnet wird. Wir sind der Ansicht, dass es für alle Anleger gute Gründe gibt, eine Diversifizierung über Anlageklassen und Märkte hinweg vorzunehmen, um sich vor den negativen Auswirkungen eines einzelnen Ereignisses zu schützen. Darüber hinaus kann sich eine aktive Verwaltung in Zeiten erhöhter Volatilität als äußerst wertvoll erweisen. Wir empfehlen Anlegern, einen Finanzberater zu Rate zu ziehen, um die für ihre Situation jeweils am besten geeignete Portfolioallokation zu ermitteln.

Die jüngsten Marktturbulenzen haben unsere Weltanschauung nicht verändert. Es mag zwar mit weiterer Volatilität zu rechnen sein, wir sind bezüglich der Aussichten für das kommende Jahr jedoch weiterhin optimistisch.

Erfahren Sie mehr über Stephens Ausblick für das kommende Jahr, einschließlich der potenziellen Herausforderungen und Chancen.

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 Welche Risiken bestehen?

Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des potenziellen Verlusts des Anlagekapitals. Der Wert von Anlagen kann fallen oder steigen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den vollen Anlagebetrag zurück. Aktienkurse schwanken mitunter rasch und heftig. Das kann an Faktoren liegen, die einzelne Unternehmen, Branchen oder Sektoren betreffen, oder an den allgemeinen Marktbedingungen. Diversifizierung ist keine Gewinngarantie und bietet keinen Schutz vor Verlusten.