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ETFs

Renten-ETFs: Demokratisierung der Preisfindung für Anleger

Die Chancen für flexible Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren waren in der Vergangenheit stets großen, äußerst fachkundigen Anlegern vorbehalten. Dies hat sich durch das Aufkommen börsengehandelter Fonds (ETFs) für festverzinsliche Anlagen geändert. Jason Xavier, Head of EMEA ETF Capital Markets bei Franklin Templeton Investments, erklärt, warum damit an den Rentenmärkten endlich ein wenig sehnlich erwartete Demokratie Einkehr hält.

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Ein Merkmal, das börsengehandelten Fonds (ETFs) häufig angerechnet wird, ist eine Demokratisierung der Finanzmärkte.

ETFs bieten einem breiteren Spektrum von Anlegern die Möglichkeit, auf eine Art und Weise zu handeln, die bislang Anlageexperten oder Institutionen vorbehalten war. Diese Demokratisierung hat sich nun auch am Anleihenmarkt bemerkbar gemacht.

Die Anleihenmärkte waren in der Vergangenheit stets intransparent

Die Märkte für Anleihen waren in der Vergangenheit für viele Anleger relativ intransparent. Rentenwerte werden in der Regel im Freiverkehr (OTC) ge- und verkauft. In anderen Worten: Käufer und Verkäufer einigen sich bilateral auf einen Preis.

Weniger als die Hälfte der in der Eurozone umlaufenden Staats- und Unternehmensanleihen werden an den Börsen der Region gehandelt. Der übrige Handel läuft über OTC-Märkte.

Eine ETF-Struktur bietet nicht nur Zugang zur Anlageklasse, sondern demokratisiert auch die Preisfindung.

Beschränkter Zugang zu Anleihen-Großhändlern

In der Regel hatten bis dato nur größere oder institutionelle Anleger Zugang zu großen Anbietern von Anleihen. Und im Gegensatz zu ihren größeren oder institutionellen Pendants ist die Expertise einiger Anleger bezüglich der Grundlagen des Handels mit Anleihen womöglich geringer. Ihnen fehlt gegebenenfalls auch der Zugang zu größeren Händlernetzwerken, um Angebote einzuholen und sich nach den besten verfügbaren Preisen umzusehen.

Investmentfonds haben sich für viele Vermögensverwalter, unabhängige Finanzberater oder Privatanleger auf der Suche nach einem Engagement bei festverzinslichen Anlagen als beliebte Option erwiesen.

Ein Rentenfonds mit täglichem Handel und täglicher Bewertung des Nettoinventarwerts (NIW) bietet Kunden in der Regel das gewünschte Engagement.

Ermöglichung von Intraday-Handel

Ein klassischer Investmentfonds mag für viele Anleger zwar ausreichend sein, andere sind womöglich jedoch auf der Suche nach Alternativen, die beispielswiese Zugang zu Intraday-Preisen, Intraday-Handel und Downstream-Monitoring bieten.

Die Entwicklung von ETFs, insbesondere im Bereich der festverzinslichen Anlagen, kann einige dieser Bedürfnisse erfüllen und sogar Privatanlegern Zugang zu einem Markt gewähren, der ihnen dieselbe Preisfindung/Transparenz bietet wie ihren institutionellen Pendants.

Die Bedeutung preislicher Transparenz

Die Tatsache, dass das Instrument ETF die Preisfindung für eine weitgehend außerbörslich gehandelte Anlageklasse demokratisiert hat, stellt eine bedeutende Entwicklung dar. Preisliche Transparenz untermauert die Effizienz und Fairness sämtlicher Finanzmärkte.

Transparente Märkte fördern einen effizienteren und kostengünstigeren Handel und dadurch wiederum einen höheren Grad an Vertrauen und Partizipation unter den Anlegern.

Lesen Sie hier die früheren Kapitalmarktbeiträge von Jason Xavier über börsengehandelte Fonds (ETFs).

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Welche Risiken bestehen?

Alle Anlagen beinhalten Risiken, auch den möglichen Verlust der Kapitalsumme. Der Wert von Anlagen kann fallen oder steigen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den vollen Anlagebetrag zurück. Maklerprovisionen und ETF Aufwendungen schmälern die Renditen. ETF Anteile können den Tag über zu ihrem Marktpreis an der Börse, an der sie notiert sind, gekauft oder verkauft werden. ETFs werden wie Aktien gehandelt. Ihr Marktwert schwankt, und sie können zu Kursen gehandelt werden, die über oder unter ihrem Nettoinventarwert liegen. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass ein aktiver Handelsmarkt für ETF Anteile entsteht oder gepflegt wird oder dass deren Notierung fortgeführt wird oder unverändert bleibt. ETF Anteile können zwar an Sekundärmärkten gehandelt werden, aber eventuell werden sie nicht unter allen Marktbedingungen ohne Weiteres gehandelt, und in Zeiten von Marktstörungen können sie erhebliche Abschläge aufweisen.