Beyond Bulls & Bears

Anleihen

Fokus auf Fundamentaldaten in den USA und den Schwellenländern

In diesem Video erläutert Michael Hasenstab, CIO von Templeton Global Macro, warum die Renditen auf US-Staatsanleihen seiner Meinung nach gestiegen sind. Zudem gibt er seine Einschätzung der jüngsten Schwäche in den Schwellenländern.

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Es folgt das vollständige Transkript des Videos.

US-Wirtschaftsdaten stützen höhere Renditen auf US-Staatsanleihen

Michael Hasenstab: Es wurde gerade bestätigt, dass die US-Konjunktur tatsächlich ziemlich stark ist. Ganz gleich, ob man sich die Zahlen des [Institute for Supply Management] ansieht oder die Arbeitsmarktdaten – selbst der Tonfall der [US Federal Reserve] ändert sich gerade, und sie räumt ein, dass Vollbeschäftigung herrscht und die Wirtschaft gerade wirklich stark wächst. Wenn man sich die Zahlen zum [Bruttoinlandsprodukt] anschaut – oder auch andere Zahlen – sieht die Lage robust aus, und infolgedessen fangen die Staatsanleihen an, eine größere Spanne zu zeigen, und es gab gerade einen ziemlich großen Sprung.

Michael Hasenstab: Wir haben steigende Renditen [auf US-Staatsanleihen] erlebt, und einen stärkeren Dollar gegenüber den G10-Währungen, aber einen schwächeren US-Dollar gegenüber Schwellenmärkten mit ordentlichen Fundamentaldaten. Wir haben auch ein gewisses Maß an Stabilität in Ländern wie Brasilien erlebt. Darum meinen wir, dass es durchaus möglich ist, bei moderat steigenden US-Renditen – nicht so sehr, dass sie eine Rezession auslösen, vielmehr moderate Renditesteigerungen –, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro oder dem Yen oder dem Australischen Dollar, wo überall eine sehr lockere Geldpolitik herrscht, aufwertet. Aber dieses positive wirtschaftliche Umfeld wird den Schwellenländern zugutekommen und die Nachfrage insgesamt und speziell für ihre Exporte steigern. Und da die Zinsdifferenz immer noch erheblich ist, werden sie nach wie vor Kapital anziehen.

Langfristige Sichtweise auf die Schwellenländer

Michael Hasenstab: In Indien und Indonesien sehen wir meines Erachtens gerade eine Überreaktion der Märkte. Meiner Ansicht nach wird ihre Anfälligkeit gegenüber dem Ölpreis und etwas höheren Renditen bei US-Staatanleihen im Vergleich zu dem, was der Wechselkurs bewirkt hat, überbewertet. Ihre Leistungsbilanzen sind finanziert. Die Fiskalpolitik ist recht besonnen – im Falle Indonesiens seit fast zehn Jahren. Sie haben keine hohe Staatsverschuldung, und nochmal, sie haben auf diese Abwertung des Wechselkurses ohne Verschuldung, Nachhaltigkeitsprobleme, Zahlungsausfälle bei Unternehmen, etc. reagiert. Darum glauben wir, dass der Markt überreagiert hat.

Michael Hasenstab: In Argentinien werden unseres Erachtens alle politischen Entscheidungen richtig getroffen, und das sagen nicht nur wir vom privaten Sektor. Das IWF-Paket in Höhe von fast 57 Mrd. US-Dollar liefert meiner Ansicht nach eine enorme Bestätigung, dass hier die richtige Politik betrieben wird. Der IWF unterschreibt nicht einfach so ein Projekt von mehr als 50 Mrd. USD, ohne überzeugt zu sein, dass genau die richtige Politik zur Haushaltskonsolidierung verfolgt wird.

Michael Hasenstab: Wenn man einen Zeithorizont von drei Monaten hat, ist eine Anlage in den Schwellenländern sehr schwierig. Wenn man einen Zeithorizont von mehreren Jahren hat, kann man sich diese Panikverkäufe, die nicht fundamentaler Art sind, zunutze machen. Ich denke, wir haben seit dem „Drosselungskoller“ [2013] etwa ein halbes Dutzend dieser Abverkäufe gehabt, und so gut wie jedes Mal kam es zu einer sofortigen Erholung. Der Abverkauf im August ist noch nicht komplett wettgemacht, aber wir sehen keinen Grund, warum das nicht passieren sollte, da die Fundamentaldaten alle dafür sprechen.

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Welche Risiken bestehen?

Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des potenziellen Verlusts des Anlagekapitals. Der Wert von Anlagen kann fallen oder steigen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den vollen Anlagebetrag zurück. Anlagen im Ausland sind mit besonderen Risiken verbunden, z.B. Währungsschwankungen, wirtschaftlicher Instabilität und politischen Entwicklungen. Anlagen in Schwellenländern, zu denen als Untergruppe die Grenzmärkte gehören, sind aufgrund derselben Faktoren mit erhöhten Risiken verbunden. Hinzu kommen Gefahren, die durch die geringere Marktgröße, die niedrigere Liquidität und das Fehlen von gefestigten rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen zur Stützung der Wertpapiermärkte dieser Länder entstehen. Da diese Rahmenbedingungen in Grenzländern in der Regel noch geringer ausgeprägt sind und diverse weitere Faktoren vorliegen, wie ein erhöhtes Potenzial für extreme Preisschwankungen, Illiquidität, Handelsbarrieren und Devisenkontrollen, werden die mit Schwellenländern verbundenen Risiken in Grenzländern verstärkt. Anleihenkurse entwickeln sich im Allgemeinen entgegen der Zinsen. Wenn sich also die Anleihenkurse in einem Investmentportfolio an steigende Zinsen anpassen, kann der Wert des Portfolios sinken.