Beyond Bulls & Bears

Multi-Asset

Beurteilung der fundamentalen Marktlage bei einem geteilten Kongress

Die Zwischenwahlen am 6. November führten zu einem geteilten US-Kongress. Ed Perks, CIO von Franklin Templeton Multi-Asset Solutions, ist jedoch der Auffassung, dass diese erwartete Änderung der Machtverhältnisse seinen Ausblick für die US-Wirtschaft nicht ändern und auch nicht zu einem größeren Wechsel in der US-Politik führen dürfte. Weiter erläutert er, warum er bei der Beurteilung der Märkte fundamentale Faktoren statt bloße politische Ergebnisse betrachtet.

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Zwar gab es rund um die US-Zwischenwahlen am 6. November viel Getöse, doch bei der Betrachtung der möglichen Folgen für die Märkte dürften die Ergebnisse der Kongresswahlen keinen Anlass zur Sorge geben. Wie von vielen Beobachtern erwartet, gibt es in den USA nun einen geteilten Kongress. Die Demokraten erlangten die Mehrheit im Repräsentantenhaus, und die Republikaner behielten ihre Mehrheit im Senat.

Ausblick für die US-Wirtschaft

Nach unserer Einschätzung wird ein geteilter Kongress sich nicht wesentlich auf unseren Konjunkturausblick auswirken. Wir rechnen weiter mit einem positiven globalen Wirtschaftswachstum, das durch die scheinbar in relativ guter Verfassung befindliche US-Konjunktur angeführt wird.

Obwohl sich das US-Wachstum mit der nachlassenden Stützung durch die fiskalische Expansion möglicherweise verlangsamen wird, rechnen wir nur mit geringeren Effekten, da die Märkte dies bereits größtenteils eingepreist haben.

Mögliche Änderungen der US-Politik

Generell dürfte ein geteilter Kongress nicht zu einem Richtungswechsel der Politik insgesamt führen. Wir erwarten keine größeren Änderungen bei der aktuellen Steuer-, Ausgaben- oder Handelspolitik.

Allerdings könnten Aktien, die anfällig auf Politik reagieren, unter Druck geraten. Falls beispielsweise die Demokraten im Repräsentantenhaus auf Korrekturen an den Gesundheitsgesetzen drängen, könnte es im Gesundheitssektor zu Volatilität kommen.

Mittlerweile ist es für beide Parteien scheinbar immer schwieriger, sogar bei von ihnen beiden getragenen Wirtschaftsthemen einen Konsens zu erreichen. Eines davon ist Infrastruktur. Es ist nicht absehbar, was ein geteilter Kongress für die Modernisierung der Infrastruktur bedeuten würde. Möglicherweise gönnen die Demokraten Präsident Trump vor den nächsten Präsidentschaftswahlen keinen Triumph beim Thema Infrastruktur.

Ein geteilter Kongress könnte zu einer weiteren politischen Lähmung in Washington führen.

Eine breitere Perspektive

Nach unserer Erfahrung beeinflusst ein einzelner Faktor die Märkte nicht isoliert – zumindest nicht auf lange Sicht. Bei der Beurteilung der Märkte legen wir den Fokus eher auf verschiedene fundamentale Faktoren als bloße politische Ergebnisse.

Nachdem US-Aktien 2018 auf immer neue Rekordhochs geklettert waren, sind sie seit einigen Monaten aus mehreren Gründen volatil. Wie in einem früheren Artikel erwähnt, sind die zunehmend schärferen Handelsspannungen zwischen den USA und China, die höheren US-Zinssätze und die steigende Inflation nur einige der Faktoren für die jüngsten Marktumschwünge.

Aus unserer Sicht kommt die jüngste Marktvolatilität angesichts der letztjährigen relativen Stabilität nicht besonders überraschend. Überdies zeigt unser Research, dass der Markt in Jahren mit US-Zwischenwahlen zu Volatilität neigt.

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