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Aktien

Was bedeutet ein „Shutdown“ der US-Regierung für Anleger?

US-Kongressabgeordnete befinden sich in einer Zwickmühle über den Bau einer Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko. Die Drohungen Präsident Trumps, die Regierung lahmzulegen, wenn das Gesetz nicht verabschiedet wird, lassen Fragen und Unsicherheiten aufkommen, die zu den erhöhten politischen Risiken beitragen werden, die Anleger berücksichtigen müssen. Stephen Dover, Head of Equities bei Franklin Templeton Investments, erläutert seine Einschätzung der möglichen Konsequenzen.

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Viele Beobachter sorgen sich um die negativen Auswirkungen, die die mögliche Stilllegung der US-Regierung auf die Aktienmärkte haben könnte. Als Anleger ist es wichtig, einen Schritt zurückzutreten und die tatsächlichen möglichen Auswirkungen zu betrachten. Ein solcher „Shutdown“ erhöht die Unsicherheit am Markt. Die finanziellen Auswirkungen sind zwar nicht enorm, die psychologischen Folgen dürften jedoch für anhaltende Nervosität an den Märkten sorgen. Vor allem geht es darum, wie die geteilte Regierung in den nächsten beiden Jahren aussehen wird und ob sie funktionsfähig bleibt. Der aus unserer Sicht wohl wichtigste Aspekt ist die Frage, ob die Regierung in der Lage ist, effektiv mit künftigen Krisen umzugehen.

Um einen vollständigen Shutdown der Regierung zu vermeiden, hat der Mehrheitsführer im Senat Mitch McConnell erklärt, sich für eine sogenannte „Continuing Resolution“ einsetzen zu wollen – ein vom Repräsentantenhaus verabschiedetes provisorisches Haushaltsgesetz, das finanzielle Mittel für den Grenzschutz beinhalten soll. Der Beschluss würde dem Kongress bis zum bis zum 8. Februar Zeit geben, um einen endgültigen Haushaltsplan zu verabschieden. Es besteht allerdings die Möglichkeit, dass dieser Beschluss nicht verabschiedet wird. Und während man zwar hoffen mag, dass sich der Kongress und das Weiße Haus letztendlich einigen werden, besteht ein Risiko, das keine Übereinkunft getroffen wird.

Selbst eine Stilllegung eines Teils der Regierung könnte für die Aktienmärkte negativ sein, da sie die Anlegerstimmung eintrüben würde. Wir sind der Ansicht, dass ein Shutdown nur beschränkte tatsächliche Auswirkungen auf die Wirtschaft haben würde, da der Kongress und der Präsident mehr als 75% des vorgeschlagenen Budgets in Höhe von 1,24 Bio. USD für das Haushaltsjahr 2019 bereits genehmigt haben. Eine Stilllegung der Regierung könnte jedoch die Verabschiedung diverser steuerlicher Bestimmungen verzögern, was kurzfristige Auswirkungen auf bestimmte Sektoren haben könnte.

Trotz der jüngsten Marktvolatilität ist die Stimmung unter den US-Verbrauchern auch weiterhin positiv: Der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan lag im Dezember bei 98,3, womit für 2018 der höchste Durchschnittswert seit 2000 erzielt wurde. Lediglich 12% der Teilnehmer an der Stimmungsumfrage in Michigan gaben sinkende Aktienkurse als wesentlichen Sorgenfaktor an. Handelszölle wurden von ca. 25% der befragten Verbraucher angeführt, womit das Thema gegenüber der im November durchgeführten Umfrage an Bedeutung verloren hat.

Wir werden auf eine produktive Beilegung der Situation abwarten. Wir hoffen zwar, dass der Kongress und das Weiße Haus eine Einigung finden werden, es besteht jedoch immer ein Risiko, dass sie sich nicht einigen und kein Konsens gefunden wird. Wir sind davon überzeugt, dass ein aktives Management Anlegern helfen kann, die mit der Unsicherheit einhergehenden turbulenten Zeiten zu meistern.

 

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