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Aktien

Wie der „Home Country Bias“ Ihr Investmentpotenzial beschränkt

Anleger tun sich leicht damit, den sog. „Home Bias Ansatz“ zu verfolgen und nur in ihrem eigenen Land nach Chancen zu suchen. Dies gilt nicht für Don Huber, Portfoliomanager bei der Franklin Equity Group, der rund um den Globus auf der Suche nach hochwertigen Wachstumschancen ist. Seiner Meinung nach können Anleger den Anschluss verpassen, wenn sie ihr Chancenspektrum nicht über ihren Horizont hinaus erweitern.

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Warum internationale Aktien? Vier Gründe. 

Meiner Meinung nach zeichnen sich allmählich einige Dinge ab, die zu einer Überrendite internationaler Aktien gegenüber US-Aktien führen könnten.

Erstens feierten wir gerade den ersten Jahrestag des Konjunkturpakets von US-Präsident Trump, das aus Steuersenkungen und etwas Deregulierung bestand. Die Wirkung dieser Anreize lässt nun nach.

Zweitens ist der Verlauf der Handelsgespräche zwischen den USA und China weiterhin ungewiss. Dies könnte unter Umständen auch die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Europa betreffen. Auch wenn US-Aktien im ersten Quartal eine starke Wertentwicklung verzeichneten, wirkten sich Rückschläge beim Thema Handel im vergangenen Jahr immer wieder negativ auf die Stimmung für US-Aktien aus und könnten dies erneut tun.

Drittens sind internationale Aktien generell günstiger als US-Aktien. Nach meiner Auffassung dürften viele Anleger an Bewertungsunterschiede denken (oder sollten dies zumindest), wenn sie künftig Entscheidungen zur Asset-Allokation treffen.

Viertens war der starke US-Dollar für US-Anleger, die in den vergangenen Jahren im Ausland investierten, eine Belastung. Steigende Zinssätze unterstützen in aller Regel einen starken Dollar, und die US-Notenbank (Fed) hob die Zinssätze von 2015 bis 2018 neun Mal an.

Für dieses Jahr deutete die Fed jedoch eine Pause an. Daher könnte diese Belastung entweder nachlassen, oder den Renditen der US-Anleger von Märkten außerhalb der USA einen Schub verleihen.

Wachstum, Qualität und Bewertung

Unser Team sucht Unternehmen, die Wachstum und Qualität nachweisen und zu aus unserer Sicht angemessenen Bewertungen gehandelt werden. Diese drei Aspekte führen uns in der Regel zu Unternehmen mit nachhaltigen Geschäftsmodellen, die für mehrere Jahre in unserem Besitz bleiben können. Hierzu gehören auch Unternehmen aus Schwellenländern.

Die Schwellenländer machen einen erheblichen Anteil der Kapitalisierung des weltweiten Aktienmarktes aus. Daher würden wir durch den Ausschluss der Schwellenländer auf ein breites Chancenspektrum verzichten.

Auch wenn die Unternehmensgewinne in den USA auf mittlere Sicht rascher zu wachsen scheinen als in den weltweiten Industrieländern, sind wir überdies überzeugt, dass Anleger durch fundamentales Research Unternehmen ausfindig machen können, die viel schneller als der Durchschnitt wachsen.

Neue technologische Innovationen schaffen Chancen

Die Automobilbranche ist ein Bereich, in dem interessante Wachstumschancen zu finden sind. Man denke nur an den Trend der zunehmenden Elektrifizierung von Autos und der allmählichen Umstellung von Verbrennungsmotoren auf Hybrid- und dann vollständig elektrische Autos. Man denke auch an die komplizierte Elektrik eines Automobils, den Bedarf an hochentwickelten Batteriematerialien für den Antrieb und den Bedarf an Halbleitern für die Steuerung der zunehmenden Anzahl elektronischer Komponenten und Sensoren.

Ein weiterer spannender Aspekt der Automobilbranche ist das vollständig autonome Fahren. Man muss allerdings nicht abwarten, bis vollständig autonome Fahrzeuge allgegenwärtig sind, um die Anzahl der Schritte zu erkennen, die für die Erreichung dieses Endziels nötig sind.

Es gibt immer mehr unterschiedliche aktive Sicherheitssysteme in Autos. Standardausstattungen bei Autos, wie z. B. Spurwechselwarnsigale, adaptive Geschwindigkeitsregelung, Notbremsung beim Zurücksetzen, sind Systeme, die bereits heute Realität sind. Und die Unternehmen, die diese Komponenten liefern, profitieren.

Ein anderer Bereich, in dem wir weiterhin potenzielle Chancen sehen, ist E-Commerce. Die Durchdringungsrate des E-Commerce gegenüber dem Filialeinzelhandel nimmt rund um den Globus weiter deutlich zu.

In manchen Gegenden der Welt ist diese Durchdringung auf viel niedrigeren Niveaus und E-Commerce ist ein viel jüngeres Phänomen. Und in einigen Schwellenländern, in denen – beispielsweise im Bankwesen – noch nie eine Filialinfrastruktur bestand, kann die Einführung und Nutzung ausschließlich dieser neuen Technologien relativ günstig und schnell erfolgen.

Hier ein Video zur „Heimatorientierung“, um die Vorzüge weltweiter Anlagen zu verdeutlichen: https://youtu.be/hkymgtwJmec

 

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Welche Risiken bestehen?

Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des potenziellen Verlusts des Anlagekapitals. Der Wert von Anlagen kann fallen oder steigen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den vollen Anlagebetrag zurück. Aktienkurse schwanken mitunter rasch und heftig. Das kann an Faktoren liegen, die einzelne Unternehmen, Branchen oder Sektoren betreffen, oder an den allgemeinen Marktbedingungen. Anlagen im Ausland sind mit besonderen Risiken verbunden, z. B. Währungsschwankungen, wirtschaftlicher Instabilität und politischen Veränderungen. Bei Anlagen in Schwellenländern sind diese Risiken sogar noch ausgeprägter. Dazu kommen Risiken, die mit der geringeren Größe und Liquidität dieser Märkte zusammenhängen.