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Anleihen

Wie die Suche nach Erträgen auch die Umwelt berücksichtigt

In Zeiten anhaltender niedriger Zinsen, ziehen Anleger ein immer breiteres Spektrum an Methoden in Erwägung, um Erträge zu erzielen. David Zahn, Head of European Fixed Income, stellt fest, dass sich für einige von ihnen Fonds mit fester Laufzeit (sogenannte „Buy-and-Hold-Fonds“) als eine attraktive Option erwiesen haben. Und da ESG-Überlegungen auf der Agenda weit oben stehen, ist David Zahn der Auffassung, dass Anleger auf der Suche nach Erträgen nicht gezwungen sein sollten, ökologische Aspekte hinten anzustellen.

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In Zeiten, in denen die Zinsen in den meisten Teilen der Welt auf einem hartnäckig niedrigen Niveau verharren, stellt die Erzielung attraktiver Erträge für viele Anleger nicht das einzige Ziel dar. Immer mehr Anleger konzentrieren sich auf die ESG-Faktoren (Umwelt, Soziales, Governance) der von ihnen gehaltenen Vermögenswerte.

Wir sind der Ansicht, dass Anleihenanleger nicht gezwungen sein sollten, zwischen ihren ESG-Überzeugungen und ihrem Interesse an Erträgen zu wählen.

Als Anlageverwalter halten wir es für essenziell, zu betrachten, wie die Unternehmen in unseren Portfolios im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit auf diese Themen eingehen.

Aus unserer Sicht sind es zwei Bereiche, die den Menschen am meisten am Herzen liegen – und die sich auch am leichtesten messen lassen – der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) und der Wasserverbrauch.

Wir wollen unseren Kunden die Chance bieten, mit ihren Investitionen Unternehmen zu unterstützen, die bestrebt sind, im Hinblick auf ihren CO2-Ausstoß und ihren Wasserverbrauch Fortschritte zu erzielen.

Beispielsweise suchen wir nach Anhaltspunkten dafür, was die Emittenten der Anleihen in unseren Portfolios tun, um ihren CO2-Ausstoß zu verringern und weniger Wasser zu nutzen und zu verschwenden.

Unser Ziel ist es, uns aus strategischer Perspektive mit ihnen auseinanderzusetzen, um ihnen dabei zu helfen, zusätzliche Verbesserungen zu erzielen. Wir sind davon überzeugt, dass ein Dialog ebenso wie ein partnerschaftlicher Ansatz diesen Firmen helfen kann, größere Fortschritte zu erzielen als sie für sich alleine erreichen würden.

Verfügbarkeit von Daten

Eine der größten Herausforderungen ist die Tatsache, dass es nach wie vor kaum Konsistenz bezüglich der Art und Weise gibt, in der Unternehmen ihre ESG-Engagements melden. Gleiches gilt für die von ihnen verwendeten Daten.

Wir sind der Ansicht, dass Unternehmen ihre strategische Planung in Bezug auf diese Themen deutlicher an ihre Stakeholder kommunizieren sollten – unter anderem auch an ihre Aktionäre und die Inhaber ihrer Anleihen.

Wir hoffen, dass wir dieses Thema durch einen Dialog mit den Unternehmen, deren Wertpapiere wir halten, auf der Unternehmensagenda nach oben treiben können. Je mehr Anleger und Vermögensverwalter diese Arten von Offenlegungen fordern, desto mehr werden sich Unternehmen unserer Einschätzung nach gezwungen sehen, Daten auf eine einheitliche und effektive Art und Weise bereitzustellen.

Die Rolle von Anleihen-Anlagen

Wenn es darum geht, Einfluss auf Unternehmen auszuüben, so haben in der Vergangenheit meist die Aktionäre an vorderster Front gestanden. Im Bereich ESG hingegen spielen Inhaber von Anleihen eine zunehmend wichtige Rolle.

Anleihenanleger genießen in dieser Hinsicht den Vorteil, dass Unternehmen Aktien in der Regel nur ein einziges Mal ausgeben, viele von ihnen Schuldtitel jedoch in regelmäßigen Abständen platzieren müssen. Daher kommt es für Anleihenemittenten immer häufiger vor, dass sie sich dieser Art von Fragen seitens der Anleger stellen müssen. Unternehmen erkennen, dass die Inhaber ihrer Anleihen mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederkehrende Anleger sein werden und dass sie deren Bedenken berücksichtigen müssen.

Wir hoffen, dass ein verstärkter Dialog mit den Unternehmen zu einer Verbesserung der bereitgestellten Informationen führen wird. Dies wiederum sollte eine erhöhte Transparenz über die Fortschritte liefern, die in Bezug auf die verschiedenen ESG-Themen erzielt werden.

Anleger wenden sich auf der Suche nach Erträgen Fonds mit fester Laufzeit zu

Die Zinsen verharren weltweit auf einem hartnäckig niedrigen Niveau, was Anleger auf der Suche nach Erträgen vor Herausforderungen stellt.

In der Eurozone rechnen wir inzwischen frühestens im Jahr 2022 mit steigenden Zinsen. Und in den USA gehen einige Marktbeobachter davon aus, dass die Zinsen eher fallen könnten, bevor sie erneut ansteigen.

Wie wir bereits im Februar angemerkt hatten, hat dieses schwierige Umfeld ein neuerliches Interesse an sogenannten „Buy-and-Hold“-Strategien bzw. Anlagestrategien mit fester Laufzeit hervorgerufen.

Diese Strategien bieten eine vorab festgelegte Rendite über einen festen Zeitraum (z.B. von fünf Jahren) hinweg, wodurch die attraktivsten Renditen praktisch festgeschrieben werden.

Im aktuellen Umfeld kann eine Anlage mit fester Laufzeit das Durationsrisiko (d.h. die Exponierung gegenüber Veränderungen der Zinsen) verringern.

Einen Anleger, dessen Anleihen seinem Anlagehorizont entsprechend fällig werden, wird es vermutlich nicht allzu sehr interessieren, wie sich die Zinsen in der Zwischenzeit entwickeln – solange er seine Kuponzahlungen erhält.

Die Kommentare, Meinungen und Analysen in diesem Dokument dienen nur zu Informationszwecken und sind nicht als persönliche Anlageberatung oder Empfehlung für bestimmte Wertpapiere oder Anlagestrategien anzusehen. Da die Märkte und die wirtschaftlichen Bedingungen schnellen Änderungen unterworfen sind, beziehen sich Kommentare, Meinungen und Analysen auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung und können sich ohne Ankündigung ändern. Dieses Dokument ist nicht als vollständige Analyse aller wesentlichen Fakten in Bezug auf ein Land, eine Region, einen Markt, eine Anlage oder eine Strategie gedacht.

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Welche Risiken bestehen?

Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des potenziellen Verlusts des Anlagekapitals. Der Wert von Anlagen kann fallen oder steigen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den vollen Anlagebetrag zurück. Anleihenkurse entwickeln sich im Allgemeinen in die den Zinsen entgegengesetzte Richtung. Wenn sich also die Anleihenkurse in einem Investmentportfolio an steigende Zinsen anpassen, kann der Wert des Portfolios sinken. Zu den Risiken von Anlagen in Anleihen mit niedrigerem Rating zählen höhere Ausfallgefahr und Kapitalverlust. Anlagen in ausländischen Wertpapieren sind mit besonderen Risiken behaftet, darunter Währungsschwankungen sowie ungewisse wirtschaftliche und politische Entwicklungen.