Beyond Bulls & Bears

Perspektiven

Bindung einer neuen Generation von Anlegern

Der Finanzdienstleistungssektor befindet sich offensichtlich auf einer Reise ins Digitale, und die Akteure spüren, dass große Technologie-Plattformen in ihrem Bereich immer mehr Fuß fassen. In vielen Fällen sehen diese neuen Marktteilnehmer mithilfe digitaler Technologien einen fundamental effizienteren Weg, um ihre Kunden zu bedienen, Wert zu schöpfen und Erkenntnisse über ihre Kunden zu gewinnen. James Cross von der Franklin Equity Group ergründet gemeinsam mit drei CEOs anderer Unternehmen, wie eine neue Generation von Kunden mit neuen Lösungen angesprochen werden kann.

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Sowohl als Analysten als auch als Investoren nehmen wir eine langfristige Perspektive ein. Das heißt, dass wir nicht bei jeder Schlagzeile in Panik verfallen und auch nicht zu reflexartigen Reaktionen neigen. Eine langfristige Perspektive bedeutet, aktuelle Entwicklungen zu betrachten und zu überlegen, wie sie sich in Zukunft sowohl mittelbar als auch unmittelbar auswirken könnten.

Wir sind damit nicht allein. Wir erwarten von den Unternehmen, in denen wir anlegen, eine belastbare und realistische langfristige Vision, die belegt, dass sie das Ausmaß des Wandels in der Welt verstehen, damit sie durch ihre Positionierung die Kunden von morgen (und des nächsten Jahrzehnts) gewinnen können.

Es ist entscheidend, die Erwartungen des Kunden von morgen zu verstehen. Daher kümmern sich Unternehmen quer durch alle Sektoren besonders um die Millennials.

Untersuchungen zufolge stehen die Millennials – gegenüber vergleichbaren Altersgruppen – finanziell schlechter da als jede andere Generation seit der sog. „Größten Generation“, die unter der Großen Depression gelitten hatte.

Größtenteils ist dies das Ergebnis der Großen Rezession, und hierdurch wurden die Einstellungen in dieser jüngeren Generation maßgeblich verändert. Doch auch wenn die Millennials unter Umständen auf inflationsbereinigter Basis nicht so wohlhabend sind wie ihre Großeltern im gleichen Alter, zeichnet sich zwischen den Generationen ein Vermögenstransfer ab, der ihnen später Geld bescheren könnte.

Wir verstehen, wie wichtig es ist, Kunden und potenzielle Kunden schon frühzeitig zu binden. So können viele Finanzdienstleistungsunternehmen eine langfristige Beziehung aufbauen. Falls sie die Millennials jetzt als Kunden gewinnen können, erhöhen sich ihre Chancen, die jüngere Generation auch später, wenn sie mehr Vermögen haben, als Kunden zu behalten.

Was wollen Millennials wirklich?

  • Vertrauen in etablierte Marken ist gering
  • Millennials haben klare Erwartungen
  • Markenpolitik ist sehr wichtig

Es heißt, dass sich die Millennials stark von den vorherigen Generationen unterscheiden. Dem stimmen wir nicht unbedingt zu. Aus unserer Sicht ist der Hauptunterschied, dass vorherige Generationen keine Smartphones und keinen Zugang zu mobilem Internet hatten.

Die Allgegenwärtigkeit und Geschwindigkeit mobiler Kommunikationsmittel verändert die Art und Weise, wie Millennials und andere Generationen mit Marken interagieren.

Bei den früheren Generationen war die Ansprache von potenziellen Kunden durch die Finanzinstitute mehr oder weniger identisch. Ihr Ansatz beruhte in der Regel auf persönlichen Beziehungen und konzentrierte sich auf die Interaktion zwischen Menschen in den Filialen.

Daher wurden die ersten Schritte in Richtung Digitalisierung des Bankwesens mit Misstrauen und Skepsis in Bezug auf Nutzbarkeit und Sicherheit aufgenommen.

Die Millennials sind nun die erste Generation, die nicht auf traditionellem Wege wie ihre Vorgänger angesprochen werden kann. Auch wenn sich aus unserer Sicht die Millennials an sich nicht so stark von früheren Generationen unterscheiden, erlauben sie möglicherweise Einblicke darin, wie sich künftige Generationen verhalten könnten.

Wir sind der Ansicht, dass die nachfolgenden Generationen eher den Millennials als den vorherigen Generationen ähneln werden.

Auf unserem letzten Global Investor Forum begrüßten wir mehrere prominente Fintech-Unternehmer, die diskutierten, wie Millennials angesprochen werden können und welche Herausforderungen dabei bestehen. Wir stellen in unserer aktuellen Ausgabe des Podcasts „Talking Markets“  einen Auszug der Diskussion zur Verfügung. Teilnehmer waren Walter Cruttenden, CEO von Blast und Mitgründer/Chairman von Acorns, Lindsay Holden, Gründerin und CEO von Long Game, und Henry Yoshida, Gründer und CEO von Rocket Dollar. Zum Hören klicken Sie bitte hier: