Beyond Bulls & Bears

Ausblick für Hedgefonds-Strategie, drittes Quartal: K2 Advisors

Dieses Posting steht Ihnen in den folgenden Sprachen zur Verfügung: Englisch

K2 Advisors, Franklin Templeton Solutions, streben danach, durch aktive Portfolioverwaltung, taktische Allokation und Diversifizierung über vier primäre Hedge-Strategien einen Mehrwert zu erwirtschaften: Long Short Equity, Relative Value, Global Macro und Event Driven. Im dritten Quartal 2016 sind die für Recherche und Portfolioaufbau zuständigen Teams von K2 Advisors weiterhin sehr überzeugt von Long-Short-Equity- und Merger Arbitrage-Strategien. Innerhalb der Global-Macro-Strategie haben die Teams Schwellenmärkte zu einem ihrer führenden drei Hoffnungsträgern erkoren.

Sie können in unserem früheren Blogeintrag mehr über diese Arten von Hedge-Strategien erfahren: „Schlagende Argumente für liquide Alternativen.“ An dieser Stelle präsentieren wir den „Hedgefonds-Strategie-Ausblick für das dritte Quartal 2016“ unseres Teams.
Saunders_circleDavid Saunders 
Mitbegründer und Managing Director
K2 Advisors, Franklin Templeton Solutions

 

 

Christian_circleRobert Christian
Senior Managing Director
Head of Research

K2 Advisors, Franklin Templeton Solutions  

 

 

Ritchey_circleBrooks Ritchey
Senior Managing Director
Head of Portfolio Construction

K2 Advisors, Franklin Templeton Solutions

 

Die Flut zieht sich zurück … und Alpha kommt zum Vorschein?

Wenn wir in dieser Industrie von Alpha sprechen, nutzen wir häufig Ausdrücke wie „generieren“, „produzieren“ und „schaffen“, als sei Alpha etwas, das willkürlich herbeibeschworen werden könne. Unserer Ansicht nach ist solch eine Sprache irreführend. Alpha wird weder produziert noch generiert – es wird erlangt. (Erinnerung: „Alpha“ meint den Ertragsunterschied im Vergleich zu einer relevanten Benchmark für eine Investition. Je höher das Alpha desto besser.)

Es ist wichtig, dieses Konzept im Rahmen von Investitionen bei Hedge-Strategien im Hinterkopf zu behalten – beziehungsweise eigentlich im Rahmen aller aktiven Investitionen. Alpha ist nicht jederzeit griffbereit in allen Umgebungen und unter allen Bedingungen verfügbar. In manchen Marktumfeldern mag es einfacher und ohne Weiteres zu erlangen sein, in anderen hingegen kann es sich als viel schwieriger greifbar zeigen.

Wo stehen wir also heute? Wir glauben, dass sich das Potential für das Erlangen von Alpha verbessert. Im Anschluss an ein Markttief im Februar diesen Jahres haben wir eine signifikante und weitläufige Erholung auf den Aktienmärkten beobachten können. Die Rally war jedoch über alle Sektoren, Geographien und Marktkapitalisierungen hinweg recht wahllos. Es gab kaum eine Differenzierung zwischen gutem und schlechtem Unternehmen, zwischen gutem und schlechtem Sektor. Die steigende Flut hat sozusagen alle Boote angehoben. Wir erwarten, dass sich dies in Zukunft vermutlich ändern wird.

Die wirtschaftliche Unsicherheit heutzutage ist hoch. Es gibt Unsicherheit rund um die Folgen des Brexit und dem Potential für eine Ansteckung anderer Länder in der Europäischen Union (EU). Es gibt Unsicherheit rund um das Wirken der US-Notenbank (Fed) und die Zinsraten weltweit. Es gibt politische Unsicherheiten in den Industrieländern und geopolitische Unruhen in vielen Schwellenländern. Zu Beginn des dritten Quartals 2016 zeigte die Gewinnrendite S&P 500 ein negatives Wachstum. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) war einem 12-Jahres-Hoch nahe.1 Unter diesen Umständen rechnen wir für den Rest des Jahres 2016 mit unruhigen Märkten. Die Volatilität und Heterogenität, die daraus hervorgehen, sollten zu einer attraktiveren Umgebung für die Aktienauswahl führen – und damit auch für das Einfangen des schwer zu fassenden Alphas.

Long-Short Equity

Bezüglich der Long-Short Equity Strategie rechnen wir damit, dass der Markt hinsichtlich seiner Fundamentaldaten wie Umsatzwachstum und Bewertungen anspruchsvoller wird. Dies könnte potentiell die schwächeren Unternehmen und Sektoren von den stärkeren trennen. Dadurch können die Verwalter der Long-Short Equity weiterhin die Unternehmen halten, die ihnen gefallen, können jedoch bei Unternehmen, die ihnen mittelmäßig erscheinen und den Eindruck erwecken, dass sie in Zukunft unter Druck geraten, ebenso „short gehen“ – also einen Leerverkauf tätigen.

Wenn wir den Sektor Energie und Rohstoffe als Beispiel betrachten, so kann man eine sehr schwache Performance in den letzten fünf Quartalen feststellen. Betrachtet man jedoch die Gewinnschätzungen und einige der Bewertungen von Energie- und Rohstoff-Aktien, stellen sie sich doch als recht attraktiv heraus. Viele unserer Strategieverwalter erwähnen, dass es sich hier um gute Longpositionen und um einen guten Sektor und Bereich, handeln könnte, um Wertpapiere zu erwerben.

Betrachtet man hingegen Aktien aus dem Sektor Gesundheitswesen und Technologie, so sind diese sehr gut gelaufen. Doch der Sektor könnte von einigen Hedgefonds-Managern als überbewertet eingeschätzt werden, bzw. er verfügt nur über ein stagnierendes Umsatz- und Gewinnwachstum. Unter diesen Umständen sind Hedge-Strategien in der Lage, das Geld von Marktrends unabhängig zu machen. Sie können jederzeit Wertpotenzial kaufen, können jedoch auch Marktrisiken absichern, indem sie Unternehmen nutzen, deren Fundamentaldaten ohnehin zu verfallen scheinen.

Merger Arbitrage

Eine weitere attraktive Strategie ist die Merger Arbitrage. Im letzten Quartal haben hohe Barmittel bei Unternehmen, niedrige Zinsen und Fusions-Spreads auf einem weiterhin gesunden Niveau der Merger Arbitrage-Strategie zu einem guten Rückenwind verholfen. Diese Faktoren sind nach wie vor gültig und die Fundamentaldaten könnten sich in Folge des Brexit-Votums noch verbessert haben. Aufgrund der Entscheidung Großbritanniens, die EU zu verlassen, halten wir es für weniger wahrscheinlich, dass die Fed und andere Zentralbanken weltweit in der nahen Zukunft die Zinsraten erhöhen werden. Niedrige Zinsen waren historisch immer sehr förderlich für Merger Arbitrage-Strategien.

Schwellenländer

Schwellenmärkte stellen unserer Meinung nach eine weiterhin günstige Umgebung für Manager dar, die Strategien im Global-Macro-Bereich verfolgen. Die Erholung der Rohstoffpreise in der jüngsten Vergangenheit hat einen Teil des wirtschaftlichen Drucks auf Schwellenländer, wie er 2015 offensichtlich geworden war, gesenkt. Wir glauben, dass die Bewertungen von Aktien und Staatsanleihen ausgewählter Schwellenländer relativ zu jenen in Industrieländern weiterhin attraktiv bleiben.

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