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Smartphones und Software als Schlüssel für die Erfüllung der „Dotcom-Träume”

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Als das Internet vor rund 20 Jahren seinen Durchbruch feierte, prophezeiten Technologie-Fachleute, dass das Web bald in alle Bereiche unseres Lebens eindringen würde. Es dauerte fast zwei Jahrzehnte, aber laut Jonathan Curtis, Vice President und Research Analyst bei Franklin Equity Group, erfüllen sich nun endlich viele Versprechungen der Dotcom-Ära. Im Folgenden erörtert er die Fortschritte, die nach seiner Ansicht zur Erfüllung dieser Versprechen beitrugen, und analysiert eine Technologie – künstliche Intelligenz – die unser Leben in naher Zukunft verändern könnte.

Jonathan Curtis
Jonathan Curtis

Jonathan Curtis
Vice President, Research Analyst
Franklin Equity Group

Wir glauben, dass viele der unerfüllten Träume der Dotcom-Ära nun endlich Wirklichkeit werden, denn das Zusammentreffen bestens vernetzter Verbraucher und immer raffinierterer Technologie und Software ermöglicht den Unternehmen die Erbringung von Dienstleistungen, die vor zehn Jahren noch unmöglich schienen. Solche Veränderungen schaffen Chancen in vielen Branchen wie z. B. Transportwesen, Finanzdienstleistungen und Landwirtschaft, die häufig nicht als technologisch fortschrittlich gelten.

Nehmen wir als Beispiel den Vermittlungsdienst für Fahrdienste. Diese Dienstleistung ist nur mit den Fortschritten bei GPS, Cloud und Zahlungstechnologien möglich, die heute verfügbar sind. Dies geht einher mit der Fähigkeit der Verbraucher, den Dienst über ihr Smartphone zu nutzen. Teilweise ist ihr Erfolg auch auf die intuitive Software zurückzuführen, deren Nutzung den meisten Menschen leichtfällt.

Im Bereich Finanzdienstleistungen sind die Banken nicht länger von ihren Filialen vor Ort abhängig, denn die Kunden wickeln immer mehr Bankgeschäfte online ab, insbesondere über ihr Smartphone. Per Knopfdruck können die Kunden Schecks einreichen oder eine Überweisung vornehmen. Banking über das Smartphone ist mittlerweile so verbreitet, dass Bankfilialen für die meisten Kunden weitgehend bedeutungslos sind. Die meisten Vorgänge können ohne weiteres zu Hause, am Arbeitsplatz oder in der Straßenbahn ausgeführt werden.

Diese Fortschritte haben sich sogar in der Landwirtschaft durchgesetzt, wo Landwirte Technologie nutzen, um ihre Ernteerträge zu steigern und ihre Arbeitsabläufe zu optimieren. Eine Smartphone-Anwendung beispielsweise verknüpft GPS-Technologie und eine proprietäre Software, die Höhenangaben, klimatische und geologische Daten nutzt, um die Bodenqualität vorherzusagen, und die mit Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren am Boden interagieren kann, um die beste Pflanzzeit zu bestimmen.

Künstliche Intelligenz wird wahr

Die von einem Landwirt erzeugten Daten über die Bodenqualität sind natürlich für diesen wichtig, können aber auch für andere Landwirte hilfreich sein. Könnten die erfassten Informationen – und weitere Datenbits über unzählige Themen weltweit – ohne weiteres gesammelt und analysiert werden? Viele Technologie-Riesen tun dies mittlerweile mit Hilfe einer weiteren Technologie, die seit den Dotcom-Tagen erheblich verbessert wurde: künstliche Intelligenz (KI).

KI-Technologie ermöglicht es Computern, Aufgaben auszuführen, die in der Regel menschliche Intelligenz erfordern, wie z. B. Datenanalyse, Spracherkennung, Entscheidungsfindung und Übersetzung. KI-Technologie kann helfen, riesige Datenmengen sinnvoll zu strukturieren, damit Menschen diese nutzen können.

Nach unserer Ansicht gehört zu den wichtigeren Einsatzbereichen der KI-Technologie der Kampf gegen Krebs. Ein großes Technologie-Unternehmen beispielsweise hilft Ärzten, ihren Patienten eine wirksame und auf die Person zugeschnittene Krebsbehandlung bereitzustellen, indem die online verfügbare Krebsforschung intuitiv durchsucht werden kann.

Ein großer Online-Händler investiert in KI-Technologie, jedoch nicht nur, um vorherzusagen, welche Produkte die Nutzer wohl als nächstes kaufen. Das Unternehmen verbessert eines seiner Produkte, einen sprachgesteuerten Lautsprecher, der Fragen beantworten, Musik abspielen und Nachrichten vorlesen kann, um den Zweck der Bestellung eines Nutzers besser zu verstehen.

Diese und andere Unternehmen könnten von der immer tieferen Einbettung der KI-Technologie in von uns alle genutzte Dienste profitieren. Mithilfe besserer KI können unsere Geräte besser verstehen, wofür wir sie nutzen, und diese Aufgaben effizienter ausführen.

Überdies dürften diese auf KI-Technologie basierenden Fortschritte die Nachfrage nach Infrastruktur für Cloud Computing, Bezahldienste und Sicherheit anstoßen. Sicherheitsunternehmen sind unglaublich wichtig für den Erfolg KI-basierter Konzepte. Mit zunehmender Digitalisierung auf Verbraucherseite und der Speicherung verbraucherbezogener Daten an gänzlich neuen Orten und mit immer mehr Online-Transaktionen dürfte die Zahl der Cyber-Attacken drastisch steigen. Wir sind der Ansicht, dass die Anbieter von Sicherheitsinfrastruktur und Sicherheitsdiensten für diese neuen Herausforderungen gut aufgestellt sind.

Konsolidierung in der Halbleitertechnik

Natürlich gibt es Bereiche der Technologie, die länger etabliert sind und nicht derart raschem Wandel unterliegen. Der sehr reife Bereich der Halbleitertechnik steht vor Herausforderungen, da das Wachstum im Markt für Desktop-Computer und Mobiltelefone sich verlangsamt hat. In jüngster Zeit verzeichnete der Sektor jedoch eine positivere Entwicklung. Auch wenn einige interessante Trends in der Halbleitertechnik weiteres Wachstum in Gang setzen können –   und selbstfahrende Autos sind hier zu nennen – halten wir die jüngste Erholung im Sektor für das Ergebnis einer Konsolidierung in der Branche.

Nach unserer Auffassung haben die Anleger jene Unternehmen belohnt, die an dieser Konsolidierung beteiligt waren, und wir rechnen mit einer Fortsetzung dieses Trends. Angesichts eines Umfelds mit langsamerem Wachstum lässt sich bei vielen Unternehmen eine strategische Fusions- und Übernahmetätigkeit beobachten, um die Kosten zu senken, die Effizienz zu steigern oder Zugang zu einem Markt mit höherem Wachstum zu erhalten. Zu den Bereichen, in denen wir besseres Wachstumspotenzial erkennen, gehören Halbleiterhersteller, die im Bereich integrierte Steuereinheiten oder Analog-Digital-Wandlern tätig sind, zwei Technologien, die in den von mir oben erwähnten vernetzten Geräten breite Verwendung finden.

Insgesamt ist der Ausblick für Fusionen und Übernahmen im Technologie-Sektor nach unserer Auffassung weiterhin positiv. Die Zinssätze bleiben niedrig, und viele größere Unternehmen horten Barmittel. Die Technologie-Riesen dürften versuchen, ihr Geschäft durch Einstellung hochqualifizierter Mitarbeiter und/oder Zukauf innovativer Technologien auszubauen.

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