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Ausblick Hedgefonds-Strategie drittes Quartal: K2 Advisors

K2 Advisors streben danach, durch aktive Portfolioverwaltung, taktische Allokation und Diversifizierung über vier primäre Hedge-Strategien Mehrwert zu erwirtschaften: Long Short Equity, Relative Value, Global Macro und Event Driven. Im Ausblick für das dritte Quartal (Q3) 2017 erläutern die Research and Portfolio Construction-Teams von K2 Advisors die wichtigsten Marktereignisse, die sie im Auge behalten, sowie die ausgewählten Strategien, von denen sie am stärksten überzeugt sind. Wir sind der Ansicht, dass derartige Einblicke Anlegern helfen können, die Argumente für den Erwerb von Publikumsfonds mit Hedge-Strategien besser zu verstehen.

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Ausblick für das dritte Quartal: Ein Vertrauensvorschuss

 Zu Beginn des dritten Quartals gilt unser Augenmerk vor allem den Maßnahmen der US-Notenbank (Federal Reserve, Fed). Diese hat ihre Zinsen im Zuge einer offenkundigen Normalisierung ihrer Geldpolitik, die bereits im Dezember 2015 eingesetzt hatte, nun zum vierten Mal angehoben. Aus Anlegersicht schätzen wir die Entscheidung der Fed für eine Anhebung ihrer Zinsen positiv ein – insbesondere vor dem Hintergrund der Divergenz zwischen der US-Politik und der aktuellen Strategie anderer bedeutender Zentralbanken wie etwa der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of Japan (BOJ), die weiterhin auf gelockerte monetäre Programme setzen. Diese Dispersion sollte aktiven Hedge-Fonds attraktive Chancen auf eine alpha-zentrische [1]Performance bieten.

Aus makroökonomischer Sicht schätzen wir die Entscheidung der US-Notenbank jedoch zurückhaltender ein. Damit wollen wir nicht andeuten, dass wir den Schritt für falsch halten – wir behaupten nicht, besser als Yellen und ihre Kollegen zu wissen, welches Vorgehen in der aktuellen Situation angebracht ist.

Aus deren Sicht – und vor dem Hintergrund ihres Mandats, die Stabilität der Wirtschaft zu fördern – könnte man durchaus sagen, dass ihnen nicht viel anderes übrig blieb als zu handeln. Dennoch gibt es einige unter uns, die der Ansicht sind, dass die Fed ihre Zinsen nicht anheben sollte, während die US-Kerninflation so niedrig ist. So hat sich Neel Kashkari, der Präsident der Minneapolis Fed, sogar ausdrücklich gegen die Entscheidung ausgesprochen. Kashkari weist darauf hin, dass der Markt zuletzt gemischte Signale geliefert hat. Die Arbeitsmarktlage ist zwar angespannt, die Inflation geht jedoch zurück. In einem Schreiben vom 16. Juni erklärt er seine Ablehnung folgendermaßen: „Einerseits bin ich instinktiv geneigt, der Logik zu folgen… ein angespannter Arbeitsmarkt sollte zu einem stärkeren Wettbewerb um Arbeitskräfte führen, was höhere Löhne nach sich ziehen sollte. Früher oder später werden Unternehmen diese Kosten teilweise an ihre Kunden weiterreichen müssen, was zu einer höheren Inflation führen sollte. Andererseits wird diese These durch die Daten nicht gestützt… die Kerninflation sinkt sogar, während sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter verschärft.“

Die Daten decken sich also nicht wirklich mit der von der Fed vertretenen These. In gewisser Hinsicht könnte die Entscheidung für eine Zinserhöhung also als Vertrauensvorschuss gewertet werden. Kurz gefasst: als Vertrauen in die Wirtschaftstheorie gegenüber der Realität. Denn obwohl sich die Lage am Arbeitsmarkt seit März verschärft hat, scheinen wir uns dem Inflationsziel der Fed nicht zu nähern.

Unserer Einschätzung nach spiegelt sich hier eine gewisse Mentalität des „mal sehen, was hängenbleibt“ wider. Wir behaupten dies, da in Realität kaum jemand einschätzen kann, was genau auf uns zukommt. Das Thema Volkswirtschaft ist zweifellos äußerst komplex. Ungeachtet des Reifegrads oder der intellektuellen Tiefe der verschiedenen von modernen Akademikern angewandten Modelle liefern ihre Analysen letzten Endes alles andere als verlässliche Erkenntnisse über das tatsächlich zu beobachtende Verhalten. Ähnlich wie in der Meteorologie, wo während der letzten Jahrzehnte (trotz des exponentiellen Anstiegs der Rechenleistung über denselben Zeitraum hinweg) kaum Fortschritte bezüglich der Vorhersagegenauigkeit erzielt wurden, lässt sich die Praxis der Modellierung von Volkswirtschaften im Grunde genommen weiterhin bestenfalls als schwammig bezeichnen.

Da eine unbegrenzte Anzahl an Faktoren vor einem dynamischen Hintergrund sich ständig weiterentwickelnder Märkte wirkt, ist es so gut wie unmöglich, kausale Zusammenhänge vorherzusagen.  Wie schon Albert Einstein so treffend formulierte: „Soweit sich die Gesetze der Mathematik auf die Wirklichkeit beziehen, sind sie nicht sicher; soweit sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit“.

Die Inflationserwartungen scheinen zu stagnieren und könnten sogar allmählich sinken. Vielleicht hätten wir weitere Daten abwarten sollen, um zu sehen, ob der jüngste Rückgang der Inflation in der Tat „vorübergehend“ ist, wie die Erklärung Yellens nahezulegen scheint. Vielleicht aber auch nicht. Kommt Zeit, kommt Rat.

Long Short Equity in Europa

Ungeachtet dessen, was sich im Hinblick auf Wirtschaftswachstum und Inflation in Nordamerika letztlich herauskristallisiert – bezüglich der direktionalen Unterstützung, die derzeit in Europa für Long Short Equity-Anlagen zu verzeichnen ist, sind wir weiterhin zuversichtlich.

Die europäischen Aktienmärkte haben auch weiterhin von relativ günstigen Bewertungen, besserem Ertragswachstum und einer allgemeinen globalen Reflation profitiert. Nachdem die meisten Probleme des Bankensektors nun gelöst sind, scheint Europa in einer guten Position zu sein, um neuerliches Wachstum zu erzielen. Darüber hinaus rechnen wir damit, dass das Alpha-Umfeld auch weiterhin robust bleiben wird, da bestimmte Unternehmen, Sektoren und Länder dank ihrer Positionierung stärker hiervon profitieren werden als andere. Auch wenn sich bislang noch keine Marktvolatilität eingestellt hat, sind die Korrelationen zurückgegangen, während die Dispersion gestiegen ist. Dies schafft ein ausgezeichnetes Umfeld für eine fundamentale Titelselektion.

So hat die starke Abwertung des britischen Pfunds beispielsweise eine bessere Trennung und Ertragsvarianz zwischen den Unternehmen, die stärker von Exporten profitieren, und denjenigen geschaffen, bei denen dies nicht der Fall ist. Während die Zinsen innerhalb der Region allmählich ansteigen, sollte sich das Umfeld für Long Short-Anlagen weiter verbessern.

Während der letzten Monate haben wir zudem interessante Sektorrotationen beobachtet, beispielsweise hin zu Finanz- und Technologiewerten, während einige der defensiven Energiesektoren und rohstoffbezogene Anlagen zurückgefallen sind. Diese Dynamik hat Managern die Gelegenheit geboten, qualitativ hochwertige Long-Positionen gegenüber relativ effizienten Marktabsicherungspositionen einzusetzen.

Gegenläufige Zentralbankpolitik: Ein potenzieller Vorteil für Relative Value – Anlagen in Anleihen

Das unterschiedliche Vorgehen der Zentralbanken in den wichtigen globalen Volkswirtschaften dürfte bessere direktionale Anlagechancen eröffnen. Direktionale Anleihen-Strategien sollten zu stärkeren Marktineffizienzen zwischen Barmitteln, Anleihen und Futures führen, wovon nicht- direktionale Relative Value-Strategien profitieren sollten.

Die Manager dieser Strategie finden insbesondere in zwei Hauptbereichen Chancen: länderübergreifende Arbitrage und sektorübergreifende Arbitrage. Nachdem die Fed nun ihre Zinsen zum vierten Mal seit Dezember 2015 angehoben hat, signalisiert sie unmissverständlich ihre Absicht, das Zinsniveau künftig zu normalisieren.

Gleichzeitig verfolgen die EZB und die BOJ auch weiterhin einen eher gelockerten Ansatz. Diese gegenläufige Politik könnte eine Streuung zur Folge haben, die abgesicherte Chancen eröffnet, beispielsweise bei Short-Positionen auf US-Staatsanleihen gegenüber Long-Positionen auf Anleihen aus der Eurozone.

Makroökonomisch ausgerichteter Commodity Trading Advisor (CTA)

CTA-Strategien beziehen sich auf systematische Trendfolge- und Momentum-Handelsstrategien. Angesichts der vorherrschenden Kombination aus stärkeren Trendfolgebedingungen und verringerten Korrelationen zwischen Anlagen sind wir bezüglich makroökonomisch orientierter CTA-Strategien optimistisch. Die geringe Volatilität an allen bedeutenden Märkten sorgt zwar auch weiterhin für ein schwieriges Umfeld (insbesondere für preisbasierte systematische Manager), uns gefällt jedoch auch die geringe Korrelation der Strategie mit herkömmlichen Anlageklassen sowie die potenziell risikomindernden Eigenschaften unter bestimmten Marktbedingungen.

Sie können in unserem früheren Blogeintrag mehr über die hier behandelten und weiteren Arten von Hedge-Strategien erfahren: „Schlagende Argumente für liquide Alternativen.“

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Welche Risiken bestehen?

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Der Ausblick für die einzelnen Hedge-Strategien wird im Verhältnis zu anderen Hedge-Strategien ermittelt und stellt keine Meinung bezüglich der erwarteten absoluten künftigen Wertentwicklung oder des Risikos einer Strategie oder Unterstrategie dar. Die von der Research Group von K2 Advisors bestimmten Stimmungen und Überzeugungsgrade beruhen auf einer Vielzahl von Faktoren, die für den (die) Analysten, der (die) die Strategie oder Unterstrategie abdeckt (abdecken), als relevant angesehen werden, und können sich nach alleinigem Ermessen des (der) Analysten im Laufe der Zeit ändern.

[1] Alpha ist ein risikobereinigtes Maß dafür, wie sehr ein aktiver Portfoliomanager positiv oder negativ zur Rendite eines Portfolios beiträgt.