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Tory-Sieg verleiht britischem Markt Auftrieb – doch wie lange?

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David Zahn, unser Head of European Fixed Income, rechnet durch den Sieg der Konservativen bei den britischen Parlamentswahlen mit Entlastung für die britischen Märkte. Doch er warnt, dass sich die Aufmerksamkeit der Anleger vermutlich bald darauf richtet, ob die neue Regierung den Brexit wirklich „durchziehen“ kann.

Die Märkte dürften den Sieg der Konservativen bei den britischen Parlamentswahlen als das positivste Ergebnis ansehen.

Auch wenn dieses Ergebnis vor dem Urnengang weithin erwartet worden war, rechnen wir mit einer guten Reaktion der Märkte. Die Renditen britischer Gilts dürften fallen und das Pfund aufwerten. Nach unserer Einschätzung dürften Risikoanlagen wie Unternehmensanleihen und Aktien ebenfalls zulegen.

Da die Konservativen im Wahlkampf versprachen, den „Brexit durchzuziehen“, erwarten wir rasche Maßnahmen von Premierminister Boris Johnson zur Ratifizierung des Gesetzes über das EU-Austrittsabkommen. Gelingt dies, würde das Vereinigte Königreich die Europäische Union am 31. Januar 2020 verlassen.

Die Märkte können das Ende der Ungewissheit um den Brexit kaum erwarten und dürften kurzfristig positiv reagieren.

Die Erleichterung des Marktes über den Sieg der Konservativen könnte jedoch von kurzer Dauer sein, sobald die Anleger über die nächsten Schritte insbesondere beim Brexit nachdenken.

Wenn das Parlament das EU-Austrittsabkommen verabschiedet, wird das Vereinigte Königreich in eine Phase der Verhandlungen über ein zukünftiges Handelsabkommen eintreten. Dieser Verhandlungsprozess kann bis zu 11 Monaten dauern – nicht viel Zeit für die komplizierten Gespräche, die nötig sind. Nach unserer Einschätzung werden die EU-Unterhändler nicht so zugänglich sein, wie bei der Aushandlung des Austrittsabkommens.

Es gibt zahlreiche mögliche Knackpunkte für die Gespräche. So könnte die Frage der Fischereirechte schwierig zu lösen sein. Zwar gibt es Verhandlungsspielraum, wir rechnen jedoch mit robusten Gesprächen.

Falls die britische Regierung den Verhandlungszeitraum verlängern möchte, muss sie bis Sommer einen Antrag stellen. Dies verengt den Zeitrahmen, um abzuschätzen, ob ein tragfähiges Handelsabkommen zustande kommt, auf gerade einmal vier bis fünf Monate.

Sollte es keine Anzeichen für rasche Durchbrüche geben, dürften sich die Märkte allmählich fragen, ob ein schädlicher ungeregelter Austritt wieder auf dem Tisch liegt. Die Märkte werden vermutlich die größere Ungewissheit widerspiegeln, falls es bis Sommeranfang keine Fortschrittssignale gibt.

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