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Der Sieg der Linken Partei bei den Regionalwahlen in Italien ist ein tröstlicher Status Quo

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In Italien endeten die Regionalwahlen in der Emilia-Romagna mit einem Sieg der Mitte-Links-Koalition, der die lange Vorherrschaft linker Parteien in einer der wohlhabendsten Regionen Italiens bestätigt. Unser Head of European Fixed Income David Zahn beurteilt die Folgen für die Märkte.

Die linksgerichtete Koalitionsregierung aus Demokratischer Partei (PD) und Fünf Sternen erzielte bei den Regionalwahlen in Italien am 26. Januar einen wichtigen Erfolg, denn in der wohlhabenden Region Emilia-Romagna ging das Mitte-Links-Bündnis als Sieger hervor. Das Ergebnis ist insoweit beachtlich, als Linksaußenparteien die Politik in der Region seit vielen Jahrzehnten dominieren und diese Wahl somit sicherlich eine Festigung des Status quo darstellt.

Die italienische Regierung besteht derzeit aus einer Koalition zwischen PD und Fünf-Sterne-Bewegung, und nun gibt es insbesondere hinsichtlich der Unsicherheit rund um den kürzlichen Rücktritt von Luigi di Maio, dem Chef der Fünf-Sterne-Partei, weniger Sorgen um ihre Zukunft. Bei der Wahl 2018 erhielten die Fünf Sterne 33 % der Stimmen. Bei den letzten Urnengängen war es weniger, während die PD bei rund 20 % verharrt.

Ohne Di Maio als Parteichef der Fünf Sterne wird es eine Führungslücke geben, auch wenn er sein Amt als italienischer Außenminister behält. Mit diesem regionalen Sieg der Linken wird die Besorgnis um die Stabilität der italienischen Koalitionsregierung nun allerdings abnehmen.

Matteo Salvini, der Chef der Rechtsaußenpartei La Lega, fährt wie andere rechtsgerichtete Gruppen einen migrationskritischen Kurs, hat Rufe nach einem Austritt Italiens aus der Europäischen Union jedoch verworfen.

Für uns als Anleger ist dieses Ereignis die Beibehaltung des Status quo. Der Spread zwischen italienischen Anleihen und deutschen Bundesanleihen könnte sich in Erwartung der weiteren politischen Entwicklungen nun etwas verengen. Auf kurze Sicht bleiben wir gegenüber Investments in Italien positiv eingestellt.

Die italienische Politik war schon immer sehr sprunghaft, und es kommt dort im Durchschnitt rund alle 14 Monate zu einem Regierungswechsel. Nach unserer Auffassung sind die Folgen oder Auswirkungen der Regionalwahlen in Italien auf Europa insgesamt geringfügig. Wir betrachten das Ergebnis dieser Regionalwahl nicht als Aussage über die generelle Richtung der Politik.

Nach unserer Erwartung wird sich das Wachstum in Europa weiterhin mit geringem Tempo dahinschleppen, und die zugrunde liegenden Konjunkturtrends in Italien dürften daran kurzfristig nicht viel ändern.

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