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Es gibt Biotechnologische Fortschritte bei der Bekämpfung des Coronavirus, aber es braucht Zeit

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Die medizinische und wissenschaftliche Gemeinschaft der Welt und die Unternehmen des Gesundheitswesens sowie der Pharma- und Biotechnologiebranche arbeiten enger denn je zusammen, während sich unsere Gesellschaften und Volkswirtschaften als Reaktion auf das COVID-19-Virus auf völlig neue Lebens- und Geschäftsmuster einstellen.

Als globale Anleger konzentrieren wir uns auf datengestütztes, lokal erarbeitetes Research über COVID-19 sowie auf mögliche Ansätze für eine Verhinderung, Behandlung und Impfung. Unter anderem werden im Gesundheitswesen derzeit die folgenden positiven Schritte unternommen:

  • Das für COVID-19 verantwortliche Virus namens „Sars-CoV2“, das auch als das „Coronavirus“ bezeichnet wird, wurde inzwischen identifiziert, genetisch sequenziert und für Wissenschaftler offen zugänglich gemacht.
  • Die meisten Daten und Forschungsergebnisse zum Coronavirus sind öffentlich und werden auf einer offenen Plattform bereitgestellt, um einen Austausch von Wissen über die Verhinderung und Behandlung von COVID-19 sowie mögliche Impfstoffe zu ermöglichen.
  • Unsere Investment-Research-Teams beobachten eine Vielzahl möglicher Impfstoffe für das SARS-CoV-2-Coronavirus sowie wirksame Maßnahmen zur Vermeidung und Behandlung von COVID-19.
  • Biotechnologie- und Pharmafirmen weltweit konzentrieren sich auf Präventions- und Behandlungsmaßnahmen sowie auf Impfstoffe, um den Verlauf von Coronavirus und COVID-19 einzudämmen.

Nachfolgend finden Sie eine kurze Zusammenfassung von fünf COVID-19-Behandlungen aus beachtenswerten aktuellen Forschungsstudien, die von Evan McCulloch und unseren auf das Gesundheitswesen und die Biotechnologiebranche spezialisierten Analysten der Franklin Equity Group zusammengestellt wurde.

Am weitesten fortgeschrittene Medikamente für COVID-19

Evan McCulloch, CFA, Portfolio Manager, Director of Equity Research, Franklin Equity Group

Die schnelle Mobilisierung von Biotechnologie- und Pharmaunternehmen zur Herstellung von Behandlungen und Impfstoffen für COVID-19 wirkt beeindruckend. Unter den zahlreichen wichtigen Impfstoffprogrammen in verschiedenen Entwicklungsstadien sind wir heute am meisten von Unternehmen beeindruckt, die Impfstoffkandidaten innerhalb weniger Monate nach der Identifizierung und Sequenzierung des SARS-CoV-2-Virus rasch in klinische Studien am Menschen überführt haben.

Derzeit gibt es zwar keine von der US Food and Drug Administration (FDA) zugelassenen Medikamente speziell für die Prävention und Behandlung von Patienten mit COVID-19, weltweit sind jedoch Hunderte von klinischen Studien bekannt, die derzeit durchgeführt werden.[1] Wir beobachten außerdem eine Vielzahl weiterer Medikamente und Wirkstoffe, die aktuell untersucht werden, darunter auch Behandlungen, die in den USA bereits für andere Indikationen zugelassen und im Einsatz sind.

Die Entwicklung braucht jedoch Zeit, es ist ungewiss, was kurzfristig verfügbar sein könnte, und die Berichte von heute zeigen, wie schnell die Forschung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie schon morgen veraltet sein könnte.

Unter den zahlreichen Präventivmaßnahmen, Behandlungen und Impfstoffen, die sich derzeit in der Entwicklung befinden, sind die fünf nachfolgend aufgeführten Produkte besonders erwähnenswert. Wir sind ermutigt, dass die Biotechnologie- und Pharmabranche weiterhin Innovationen zur Eindämmung des aktuellen Pandemieverlaufs von COVID-19 vorantreibt, und wir sind optimistisch, dass ein von der FDA zugelassenes wirksames Präparat für potenziell lebensrettende Behandlungen gefunden werden kann.

Mechanismus Phase Aktueller Status

Antiviral

Phase 3 Dieses Medikament wurde ursprünglich für das Ebola-Virus entwickelt, scheiterte jedoch in der klinischen Entwicklung. Auf Grundlage der präklinischen Aktivität gegen das SARS-CoV-2-Virus und positiver anekdotischer Erfahrungen in „compassionate use“-Fällen (Anwendung aus humanitären Gründen in Härtefällen) bei Patienten in den USA und China wurden am 26. Februar 2020 zwei umfangreiche Phase-3-Studien für den Einsatz dieses Medikaments zur Behandlung von COVID-19 begonnen. Dies folgt auf die Einleitung von zwei Studien in China. Die Daten aus diesen Studien werden innerhalb der nächsten zwei Monate erwartet. Dieses Medikament wird weiterhin weltweit auf „compassionate-use“-Basis verwendet.
Anti-IL6-Antikörper Für rheumatoide Arthritis zugelassen In China wurden positive Fallberichte zu 20 Patienten veröffentlicht. Infolgedessen hat die chinesische Aufsichtsbehörde (ähnlich wie die US-amerikanische FDA) dieses Medikament für die Behandlung von COVID-19 zugelassen. Diese medikamentöse Behandlung ist in den USA für rheumatoide Arthritis und andere Indikationen zugelassen. Daher könnte es möglicherweise auch zu Einsätzen bei anderen Indikationen kommen.
Anti-IL6-Antikörper Für rheumatoide Arthritis zugelassen, Phase 3 für COVID-19 läuft Dieses Medikament nutzt denselben Mechanismus wie ein anderer Anti-IL6-Antikörper, der in einem veröffentlichten Fallbericht zu 20 Patienten in China eine mögliche Wirksamkeit gezeigt hatte. Am 16. März 2020 begann die klinische Entwicklung für dem Einsatz dieses Medikaments als COVID-19-Behandlung.
Antiviral (Antimalariamittel) Für Malaria zugelassen Dieses Breitspektrum-Antivirenmittel ist als Medikament zur Malariabekämpfung zugelassen, weit verbreitet und hat sich in präklinischen Studien und Fallberichten gegenüber SARS-CoV-2 als wirksam erwiesen. Bislang sind die potenziellen Hinweise auf Wirksamkeit ermutigend.
Antiviral Für Grippe in China zugelassen Dieses Medikament ist in China für die Behandlung von Grippe zugelassen; Studien zu COVID-19 sind derzeit im Gange. Eine Studie mit COVID-19-Patienten wurde vor kurzem in China abgeschlossen. Diese Ergebnisse wurden zwar weder veröffentlicht noch bekannt gegeben, am 17. März 2020 gab es jedoch Presseberichte, wonach die Ergebnisse positiv waren. Im Allgemeinen halten wir Online-Artikel nicht für zuverlässige Quellen bezüglich der Ergebnisse klinischer Studien, und wir freuen uns auf eine nach strikten Vorgaben von Experten begutachtete Veröffentlichung.

Quelle: Franklin Templeton Research.

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Welche Risiken bestehen?

Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des potenziellen Verlusts des Anlagekapitals. Der Wert von Anlagen kann fallen oder steigen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den vollen Anlagebetrag zurück. Aktienkurse schwanken mitunter rasch und heftig. Das kann an Faktoren liegen, die einzelne Unternehmen, Branchen oder Sektoren betreffen, oder an den allgemeinen Marktbedingungen. Investitionen in schnell wachsende Branchen wie den Biotechnologiesektor können vor allem kurzfristig stärkeren Kursschwankungen unterliegen, da technologische Produkte schnell verändert und entwickelt werden. Außerdem können sich die Vorschriften für wissenschaftlich oder technologisch fortschrittliche Unternehmen sowie für die Zulassung neuer Arzneimittel und medizinischer Instrumente ändern. Viele Biotechnologieunternehmen sind klein und/oder relativ jung. Kleinere Unternehmen können besonders anfällig für Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sein und haben weniger sichere Wachstumsaussichten als größere, besser etablierte Unternehmen und können insbesondere auf kurze Sicht volatil sein. Anlagen in ausländische Unternehmen können besondere Risiken mit sich bringen, darunter Währungsschwankungen und politische Unsicherheit. Anlagen in Schwellenländern, zu denen als Untergruppe die Grenzmärkte gehören, sind aufgrund derselben Faktoren mit erhöhten Risiken verbunden. Hinzu kommen Gefahren, die durch die geringere Marktgröße, die niedrigere Liquidität und das Fehlen von gefestigten rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen zur Stützung der Wertpapiermärkte dieser Länder entstehen. Da diese Rahmenbedingungen in „Frontier Markets“ (Grenzmärkten) in der Regel noch geringer ausgeprägt sind und diverse abträgliche Faktoren wie gesteigertes Potenzial für extreme Preisschwankungen, Illiquidität, Handelsbarrieren und Wechselkurskontrollen vorliegen, sind die mit Schwellenländern assoziierten Risiken in solchen Grenzmärkten noch höher.

[1] Quelle: National Institutes of Health, US National Library of Medicine, www.clinicaltrials.gov, Stand: 24. März 2020.