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Aktien

Leben in Zeiten des Coranavirus

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Das Coronavirus hat eine Reihe von Verhaltensänderungen in Gesellschaften weltweit erzwungen, unter anderem in der Art und Weise, wie wir arbeiten, einkaufen und mit anderen interagieren. Stephen Dover, unser Head of Equities, erörtert, welche Auswirkungen COVID-19 auf Anlegerentscheidungen gehabt hat. 

Weltweit dreht sich alles um COVID-19. Wir haben noch nie einen so schnellen Wandel unserer Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft erlebt wie jenen, der durch das Coronavirus ausgelöst wurde. Hier sind einige Punkte, über die Anleger nachdenken sollten.

  • Für die Anleger ist die Unsicherheit rund um ihre Portfolios größer als das Risiko: Die Märkte zeigen täglich eine rekordverdächtige Volatilität. Gleichzeitig korrelieren die Kursbewegungen in verschiedenen Anlageklassen (mit Ausnahme von US-Staatsanleihen) sehr stark, da die Märkte mit Unsicherheit konfrontiert sind. Die Marktvolatilität dürfte abklingen, sobald ein besseres Verständnis der Länge und des Ausmaßes der COVID-19-Krise vorherrscht.
  • Die Lage ist ernst, aber nicht mit der Weltwirtschaftskrise vergleichbar: Die Antwort auf die Weltwirtschaftskrise umfasste eine restriktivere Geldpolitik, fehlgeleitete fiskalische Unterstützung, verstärkte Handelsbarrieren, Versuche zur Reduzierung der Haushaltsausgaben und eine gesteigerte regulatorische Bürde für die Banken und die Industrie. Die politischen Entscheidungsträger haben aus diesen Fehlern gelernt. Es ist zumindest weniger wahrscheinlich, dass die aktuellen Reaktionen auf das Coronavirus die Lage weltweit verschlimmern werden.
  • Barmittel – der Schlüssel für Unternehmen und Anleger: Alle Arten von Anlagen werden wahllos verkauft, um Geld zu beschaffen. Das in Geldmarktfonds investierte Vermögen und die Kapitalzuflüsse zu diesen Anlagen bewegen sich auf Allzeithochs. Um den freien Fall ihres Einkommens und ihres Cashflows zu überleben, stärken Unternehmen ihre Bilanzen. Unternehmen werden stärkere Bilanzen benötigen, und Privatanleger werden ein größeres finanzielles Polster brauchen.
  • Gewinnprognosen im Nebel: Die meisten Unternehmen können ihre künftigen Gewinne in diesem volatilen Umfeld nicht vorhersagen. Die aktuellen Gewinnvorgaben für mindestens die nächsten beiden Quartale sind überhöht und werden nach unten korrigiert werden. Anleger sollten hierüber hinwegblicken und sich für die Bewertung von Unternehmen auf den längerfristigen Ertragsausblick, die Bilanzstärke und die Qualität der Cashflows konzentrieren.
  • Abschwächung von Aktienrückkäufen in den USA: Durch den Rückkauf von Aktien erhöhen sich die Gewinne je Aktie (EPS) eines Unternehmens, da weniger Aktien im Umlauf sind. Somit dürften wir in den nächsten Jahren niedrigere Steigerungsraten beim Gewinn je Aktie sowie beim Kapitalzufluss in die Aktienmärkte verzeichnen – im Jahr 2019 machten Aktienrückkäufe im Durchschnitt etwa 40 % der Zuflüsse in den US-Aktienmarkt aus. Ich gehe davon aus, dass sich das Dividendenwachstum verlangsamen wird, und in einigen Fällen dürften auch Dividendenkürzungen auf uns zukommen.
  • Haushaltsdefizite so weit das Auge reicht. COVID-19 fungiert weltweit als Katalysator für eine Politik im Stil der Modern Monetary Theory (MMT), die sich nicht um die Höhe der Haushaltsdefizite sorgt. Die Gefahr ist, dass diese „vorübergehende“ Politik nach ihrer Einführung zu einer ständigen Politik werden könnte. Wenn sich die Wirtschaft zu erholen beginnt, werden wahrscheinlich die Steuern, einschließlich der Kapitalertragsteuern, erhöht werden. Anleger sollten bei ihren Portfolioentscheidungen berücksichtigen, dass die derzeitigen Steuersätze niedrig sind und sich künftig erhöhen dürften.

In einer Welt, in der die Renditen von Anleihen bei oder unter Null liegen und massive Staatsausgaben getätigt werden, ist bei Aktien im Vergleich eine deutliche Outperformance zu erwarten. Der jüngste wahllose Abverkauf von Aktien hat den Anlegern einige Titel mit relativem Wert hinterlassen.

Asiatische Aktien, insbesondere chinesische Aktien, haben die Wertentwicklung vieler anderer Märkte in diesem Jahr übertroffen, und die jüngste Stärke des US-Dollars hat zudem die Aktien anderer Länder im Verhältnis günstiger gemacht. Globale Technologieunternehmen und chinesische Internetfirmen dürften eine weitere Stärkung ihrer ohnehin guten Wettbewerbsposition erleben, denn unter den derzeitigen Beschränkungen lernt die ganze Welt, online zu arbeiten und zu leben.

WELCHE RISIKEN BESTEHEN?

Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des potenziellen Verlusts des Anlagekapitals. Anleihenkurse entwickeln sich im Allgemeinen entgegen der Zinsen. Da die Anleihenkurse also reagieren, wenn die Zinsen steigen, kann der Anteilspreis sinken. Zinsveränderungen können sich auf den Anteilspreis und die Rendite des Fonds auswirken. US-Staatsanleihen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, bieten eine feste Rendite und einen festen Kapitalwert; ihre Zinszahlungen und ihr Kapital sind garantiert. Aktienkurse schwanken mitunter rasch und heftig. Das kann an Faktoren liegen, die einzelne Unternehmen, Branchen oder Sektoren betreffen, oder auch an den allgemeinen Marktbedingungen. Anlagen in ausländischen Wertpapieren sind mit besonderen Risiken behaftet, darunter Währungsschwankungen, wirtschaftliche Unsicherheit und politische Veränderungen. Anlagen in Schwellenländern sind mit erhöhten Risiken in Bezug auf dieselben Faktoren verbunden. Zusätzliche Risiken ergeben sich aus dem kleineren Marktumfang, der geringeren Liquidität sowie dem Mangel an festen rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen zur Stützung der Wertpapiermärkte. Solche Anlagen können im Verlauf eines Jahres erheblichen Preisschwankungen unterworfen sein.

WICHTIGE HINWEISE

Das vorliegende Material dient ausschließlich der allgemeinen Information. Es ist weder als individuelle Anlageberatung noch als Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines Wertpapiers oder zur Übernahme einer Anlagestrategie zu verstehen. Es stellt keine juristische oder steuerrechtliche Beratung dar. Die zum Ausdruck gebrachten Meinungen sind die des Anlageverwalters. Kommentare, Ansichten und Analysen entsprechen dem Datum der Veröffentlichung und können sich ohne Ankündigung ändern. Die vorliegenden Informationen stellen keine vollständige Analyse aller wesentlichen Fakten in Bezug auf ein Land, eine Region oder einen Markt dar. Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschließlich des potenziellen Verlusts des Anlagekapitals. Bei der Erstellung des vorliegenden Materials wurden möglicherweise Daten Dritter genutzt. Franklin Templeton Investments („FTI“) hat diese Daten nicht unabhängig begutachtet, validiert oder überprüft. FTI haftet für keinerlei Verluste, die durch die Nutzung dieser Informationen entstehen. Es liegt im alleinigen Ermessen des Nutzers, auf die Kommentare, Meinungen und Analysen in diesem Material zu vertrauen. Produkte, Dienstleistungen und Informationen sind möglicherweise nicht in allen Ländern verfügbar und werden außerhalb der USA von verbundenen Unternehmen von FTI und/oder von ihren Vertriebsstellen im Rahmen des lokalen Rechts und der lokalen Vorschriften angeboten. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen über die Verfügbarkeit von Produkten und Dienstleistungen in Ihrem Land an Ihren professionellen Berater oder an Ihre Kontaktperson für institutionelle Anleger bei Franklin Templeton. Herausgegeben in den USA von Franklin Templeton Distributors, Inc., One Franklin Parkway, San Mateo, Kalifornien 94403-1906, (800) DIAL BEN/342-5236, franklintempleton.com. Franklin Templeton Distributors, Inc. ist der Hauptvertriebspartner für die in den USA registrierten Produkte von Franklin Templeton Investments. Diese sind nicht durch die FDIC abgesichert, können an Wert verlieren und werden nicht durch eine Bank garantiert. Sie sind nur in Ländern erhältlich, in denen das Angebot bzw. die Inanspruchnahme solcher Produkte nach geltenden Gesetzen und Vorschriften zulässig ist.

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