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Aktien

kurz notiert: ein Fokus auf Konsumenten

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Stephen Dover, unser Head of Equities, gibt seine Einschätzung, was die anhaltenden Unternehmensschließungen im Zuge der COVID-19-Pandemie insbesondere für jene US-Arbeitnehmer bedeuten könnten, die derzeit kein Einkommen haben. Zudem erläutert er, warum die Ölpreise noch länger gedämpft bleiben und Technologieunternehmen den Technologie-Startups zu Hilfe eilen könnten.

Verlauf und Schwere der COVID-19-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen sind noch nicht absehbar. Die Konjunkturmaßnahmen sind noch nicht vollständig umgesetzt, und der Höhepunkt der Belastungen für die Unternehmen ist noch nicht erreicht.

Vor diesem Hintergrund möchte ich beleuchten, wie die Pandemie einzelne Gruppen, insbesondere US-Arbeitnehmer ohne Möglichkeit zum Homeoffice, aber auch globale Ölproduzenten und Kleinunternehmen weiter beeinträchtigen könnte.

  • Fehlende Möglichkeit zum Homeoffice. Nach Angaben des US Bureau of Labor Statistics können lediglich 29 % der Amerikaner von zu Hause aus arbeiten, und bei den Dienstleistungsbeschäftigten nur jeder Zwanzigste.
    • Die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind eine wichtige wirtschaftliche Kennzahl der Folgen des Coronavirus-Schocks für die Wirtschaft. Die Zahl der in dieser Woche gemeldeten Anträge auf Arbeitslosenhilfe ist historisch hoch und dürfte weiter zunehmen.
    • Da die wirtschaftlichen Probleme von den Arbeitnehmern auf Immobilienbesitzer, Hypothekenanbieter und andere Gruppen übergreifen, rechnen wir mit negativen Meldungen beim Phänomen der „ausgefallenen Zahlungen“, vor allem, wenn man anhand der zitierten Studie davon ausgeht, dass rund 75 % der US-Beschäftigten von Monat zu Monat leben.
    • Während in den USA Arbeitnehmer über die Arbeitslosenversicherung unterstützt werden, bezahlen viele europäische Länder die Unternehmen, damit sie ihre Mitarbeiter nicht entlassen. Daher dürfte die Arbeitslosigkeit in den USA rascher zulegen als in Europa, aber ebenso auch rascher sinken, wenn die US-Wirtschaft sich erholt.

 

  • Weiterhin gedämpfte Ölpreise. Saudi-Arabien und Russland haben sich auf eine moderate Förderkürzung geeinigt. Die große Überraschung könnte darin bestehen, dass auch die USA den Förderkürzungen zustimmen.
  • Aus unserer Sicht könnte eine moderate Förderkürzung bei den Ölpreisen zu einer Bodenbildung führen. Ein deutlicher Preisanstieg ist jedoch unwahrscheinlich. Die Nachfrage nach Öl ist spürbar gesunken und dürfte bis zum Abflauen der Pandemie niedrig sein.

Mehrere große Ölproduzenten können bei den aktuellen Niveaus der Ölpreise ihre stark von Öleinnahmen abhängigen Staatshaushalte nicht finanzieren. Auch wenn Saudi-Arabien die niedrigsten Kosten bei der Ölförderung hat, benötigt es rund 80 US-Dollar je Barrel zur Deckung seines Haushaltsdefizits. Russland und der Iran brauchen einen Ölpreis von rund 45 US-Dollar beziehungsweise rund 70 US-Dollar je Barrel zur Deckung ihrer Haushaltsdefizite.

  • Hoffnung für Kleinunternehmen: Eilen Technologieunternehmen zu Hilfe? Der Kleinunternehmerverband „American Small Business Association“ (SBA) verfügt über einen Notfallfonds mit rund 350 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung der vom Coronavirus betroffenen Kleinunternehmen. Eine mögliche alternative Finanzierungsquelle für finanziell klamme Technologie-Startups könnten die Technologieriesen sein, die unserer Analyse zufolge gemeinsam viel mehr Mittel zur Verfügung haben als die SBA.
    • Die Technologieunternehmen könnten in klamme Startups mit vielversprechenden Produkten oder geschäftstüchtigen Talenten investieren oder sie übernehmen.

Aus den vorgenannten Gründen werden wir die Verfassung des US-Konsums, der rund 70 % des US-Bruttoinlandsprodukts ausmacht, in der anhaltenden COVID-19-Pandemie weiter genau verfolgen.

 

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