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K2-Advisors: Hedgefonds-Strategie Ausblick für das zweite Quartal

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Die Coronavirus-Pandemie hat eine Reihe von Preisverwerfungen an den Märkten weltweit verursacht. In seinem Ausblick für das zweite Quartal betrachtet das Team von K2 Advisors, wie Hedgefonds-Manager mit dem aktuellen Marktumfeld umgehen und für welche Strategien sich aufgrund dieser Verwerfungen Chancen auftun.

Aus unserer Sicht bieten die Kursverwerfungen zwischen Unternehmen, Branchen, Regionen und Anlageklassen infolge von COVID-19 und die entsprechenden Kursanpassungen reichlich Chancen für einzelne abgesicherte Strategien. Länge und Tiefe der Anpassungen der wirtschaftlichen Angebots- und Nachfragekurve bestimmen die Fülle und das Wesen der Chancen.

Von uns untersuchte gesamtwirtschaftliche Themen

Rotationen zwischen Sektoren, geografischen Regionen und Anlageformen sind voll im Gange

Noch bevor COVID-19 die globalen Märkte heimsuchte, hatten wir damit gerechnet, dass Sektorrotationen, geografische Verlagerungen und eine Neugewichtung von Anlageklassen ein ergiebiges Umfeld für die Erzeugung von Alpha[1] schaffen würden. Inzwischen hat sich das Thema verstärkt, aufgrund der Tiefe und der Dauer der Auswirkungen von COVID-19 stehen der Energiesektor sowie mehrere weitere Branchen wie etwa Transport, Reisen, Restaurants und Einzelhandel heute jedoch vor Herausforderungen, mit denen sie niemals gerechnet hatten. Gleichzeitig profitieren die Bereiche Technologie, Gesundheit, Online-Gaming und Unterhaltung von ebenfalls unvorhergesehenem Rückenwind. Regionale Unterschiede im Hinblick auf soziale Distanzierung und somit auch in Bezug auf Infektionsraten werden Länder und Regionen auf unterschiedliche Weisen beeinflussen. Wir gehen davon aus, dass Zinssätze und Wechselkurse als „Entlastungsventil“ für Druck an anderer Stelle dienen werden. Hierdurch ergeben sich tragfähige Chancen für Manager, die Risiken in diesen Anlageklassen einsetzen.

 

Wie lange und wie tiefgreifend wird COVID-19 die Wirtschaft, die Verbraucher und die Maßnahmen der Regierungen beeinflussen?

Sowohl Nachfrage- als auch Angebotskurven nehmen derzeit eindeutig eine Neubewertung der Auswirkungen von COVID-19 vor. Wir betrachten die aktuelle Lage als Gesundheitskrise mit Auswirkungen auf die Finanz- und Arbeitsmärkte. Die Dauer und Tiefe der Auswirkungen von COVID-19 werden bestimmen, wie schnell und wie stark die Bewertungsanpassungen künftig ausfallen. Wenn sich die globalen Infektionskurven abflachen und/oder ein Impfstoff verfügbar wird, dürfte sich im Zuge einer von erhöhter Risikobereitschaft geprägten Neubewertung schnell eine Rückkehr zu den Mittelwerten einstellen. Sollte jedoch die Zahl der Todesopfer auf unvorstellbare Zahlen ansteigen, das Virus mutieren oder der Lockdown länger als ein paar Monate andauern, dürfte die risikofeindliche Stimmung zurückkehren und sich auch in den Wertpapierkursen niederschlagen.

 

Hat die Gesundheitskrise eine Entschuldung und eine risikomindernde Auflösung von Positionen verursacht?

Mitte Februar wollte niemand liquide Mittel halten, da die Geldmarktsätze – wenn überhaupt – nur sehr geringe Erträge boten und die Opportunitätskosten durch das Verpassen anderer Anlagechancen als hoch angesehen wurden – und sogar noch höher, wenn man sich Geld zu historisch niedrigen Zinsen leihen konnte, um die Anlagerenditen durch eine Hebelung zu steigern. Durch den Abbau der Hebelung und den „Wettlauf um Bargeld“ fanden sich die Zentralbanken in einer Position wieder, in der sie ihre Zinsen senken und Wertpapiere von den Massen, die ihre Positionen zur Verringerung des Risiko auflösen wollten, aufkaufen mussten. Hierdurch ist es in Teilen der Märkte für Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und

strukturierte Kreditwerte zu Verwerfungen gekommen, wobei die größten Verzerrungen bei strukturierten Krediten zu beobachten sind.

Wie lange kann die Volatilität so hoch bleiben?

Die beste Strategie während der letzten zehn Jahre umfasste Short-Positionen auf Volatilität, den Verkauf von Volatilitätsspitzen und Short-Engagements in Gamma. Solche Strategien und Methoden haben zahlreiche Unternehmen hervorgebracht, die sich ausgezeichnet entwickelt haben. COVID-19 hat diese Strategien im März 2020 auf einen Schlag zunichte gemacht, einige Firmen in den Konkurs gestürzt und dafür gesorgt, dass Manager, die sich ausschließlich auf diesen Ansatz verlassen, ungeahnte Verluste erlitten haben – und zwar schneller, als man sich jemals vorstellen konnte. Wie bei den meisten „Risk Off“-Szenarien stieg die Volatilität an, während Liquidität verschwand und die Korrelationen stark zunahmen. Für alle abgesicherten Strategien war die Herausforderung, mit einem solchen Umfeld umzugehen, enorm.

Managern, die sich schnell anpassten, erging es besser als denjenigen, die dies verpassten. Allgemein taten sich konvergente Strategien sehr schwer, während divergente Strategien eine bessere Entwicklung verzeichneten.

Fazit

Wir glauben, dass der langjährige Aufwärtstrend, bei dem eine eindimensionale passive Beta[2]-Strategie ausreichend war, ein Ende gefunden hat. Angesichts der aktuellen Marktturbulenzen ist eine aktive Anlageverwaltung wieder in Mode gekommen. Wir sind fest davon überzeugt, dass kompetente aktive Manager mit Zugriff auf ein vollständiges Instrumentarium zur Umsetzung ihrer Überzeugungen am besten aufgestellt sind, um künftig von einem äußerst dynamischen Marktumfeld zu profitieren.

 

Ausblick für das erste Quartal 2020: Strategie-Highlights

Erwähnte Hedgefonds-Strategien

Long/Short Equity: Eine direktionale Strategie, bei der eine Long-Position (die von steigenden Märkten ausgeht) und eine Short-Position (bei der sinkende Kurse erwartet werden) in Aktien oder mit Aktien verbundenen Instrumenten aufgebaut wird. Der Manager baut eine Long-Position in Aktien auf, von der er annimmt, dass sie eine überdurchschnittliche Wertentwicklung aufweisen wird, sowie eine Short-Position in Aktien, bei der er von einer unterdurchschnittlichen Wertentwicklung ausgeht.

Discretionary Global Macro: Diese Strategien handeln in vielen verschiedenen Anlageklassen wie beispielsweise Aktien, Anleihen, Währungen und Rohstoffmärkten und konzentrieren sich auf die Ausnutzung von Chancen auf der Grundlage globaler wirtschaftlicher Themen. Manager setzen üblicherweise einen Top-down-Ansatz ein, um sich auf die Prognose zu konzentrieren, wie politische Trends und weltweite makroökonomische Ereignisse die Bewertung von Finanzinstrumenten beeinflussen, und um von der korrekten Prognose der Bewegungen an den weltweiten Märkten sowie dem Halten von Positionen in nahezu jeder Anlageklasse zu profitieren.

Fixed Income Relative Value: Relative Value-Strategien konzentrieren sich auf die Preisbeziehung zwischen
verschiedenen gepaarten Wertpapieren (z.B. Anleihen) und die Ermittlung von Preisanomalien, wobei sie darauf abzielen, von einer neuerlichen Normalisierung der jeweiligen Preisbeziehungen zu profitieren.

 

Discretionary Global Macro

Phasen erhöhter Volatilität können ein robustes Chancenspektrum für diskretionäre Makro-Strategien eröffnen. Sie können entweder von den Verwerfungen selbst oder von den dadurch verursachten Fehlbewertungen profitieren. Wir

glauben, dass flexible Cross-Asset-Manager im aktuellen Umfeld erfolgreich sein können, da die Volatilität weiterhin über den hartnäckig niedrigen Niveaus der letzten Jahre bleibt und die vorherrschende Sichtweise am Markt nach wie vor durch Makro-Trends dominiert wird. Die jüngsten Verwerfungen können außerdem die Basis für ein attraktives Chancenspektrum für längerfristige, substanzorientierte Strategien bieten.

 

Fixed Income Relative Value

Diverse Kennzahlen zum Risiko und zur Volatilität an traditionellen Rentenmärkten lassen historische Stressniveaus erkennen, die sich sogar in den liquidesten Teilen der Kapitalmärkte bemerkbar machen. Erhebliche koordinierte Anstrengungen der verschiedenen Zentralbanken und Aufsichtsbehörden konzentrieren sich nun schwerpunktmäßig auf die Wiederherstellung von Liquidität und Stabilität auf diesen Märkten, die als Rückgrat der Kapitalflussaktivitäten und als primärer Mechanismus zur Weitergabe der staatlichen Konjunkturprogramme an die Realwirtschaft dienen. Diese Arten von Verwerfungen und anschließenden Erholungen können für Manager mit guter Kapitalausstattung und Fokus auf Relative-Value-Strategien attraktive Handelschancen auf einer Vielzahl von Kapitalmärkten eröffnen.

Long/Short Equity – Technologie

Wir gehen davon aus, dass Manager im Bereich Long/Short Equity – Technologie künftig in der Lage sein werden, sowohl Alpha- als auch Beta-Chancen auszuschöpfen. Disperson, die Alpha-Chancen eröffnet, sollte sich im Technologiesektor auf breiter Basis ausmachen lassen. Es gibt Technologien, die für die Wirtschaft eine zentrale Rolle gespielt haben, während sich Unternehmen dank Cloud-Infrastruktur und anderer Remote-Software auf ein nahezu vollständig mobiles Arbeitsumfeld umgestellt haben. Bei anderen Unternehmen ist das Geschäft indes komplett zum Erliegen gekommen.

Beispiele für Gewinner und Verlierer wären etwa Cloud- vs. Vor-Ort-Systeme; inländische Produktion vs. globale Lieferkette; E-Commerce vs. Einzelhandel; elektronische Zahlungen und Bankdienste vs. Geldautomaten und Verkaufspunkte; und Software vs. Hardware. Zudem besteht eine Beta-Chance, da Technologieunternehmen in der Vergangenheit aus starken Kurseinbrüchen immer wieder als Gewinner hervorgegangen sind. In den sechs letzten Fällen, in denen der S&P 500 Index um 20 % oder mehr abverkauft wurde, hat der Technologiesektor den S&P 500 Index in den darauffolgenden drei Monaten übertroffen, da zyklische Sektoren besser abgeschnitten haben als defensive Bereiche.[3]

 

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Welche Risiken bestehen?

Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, inklusive des potenziellen Verlusts der Anlagesumme. Der Wert von Anlagen kann fallen oder steigen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den vollen Anlagebetrag zurück. Anlagen in alternativen Anlagestrategien und Hedgefonds (gemeinsam als „alternative Anlagen“ bezeichnet) sind komplexe und spekulative Anlagen. Sie sind mit erheblichen Risiken verbunden und sollten daher nicht als vollständige Anlagelösung betrachtet werden. Finanzderivate werden oft in alternativen Anlagestrategien eingesetzt, sind mit Kosten verbunden und können eine Hebelung im Portfolio des Fonds bewirken, die wiederum zu einer erheblichen Volatilität führen und dem Fonds Verluste (sowie auch Gewinne) in einer Höhe einbringen kann, die die ursprüngliche Anlage des Fonds erheblich übersteigen. Je nach Produkt, in das investiert wird, bietet eine Anlage in alternative Investments möglicherweise nur begrenzte Liquidität und eignet sich ausschließlich für Anleger, die den Verlust ihres gesamten Anlagebetrags verkraften können. Es kann nicht zugesichert werden, dass die Anlagestrategien, die von K2 oder den von K2 ausgewählten Managern der Investmentgesellschaften eingesetzt werden, Erfolg haben werden.

Attraktive Anlagemöglichkeiten zu erkennen, ist schwierig und mit hohen Unwägbarkeiten verbunden. Die aus den alternativen Investments generierten Erträge entschädigen Anleger möglicherweise nicht für die unternehmerischen und finanziellen Risiken, die diese eingehen. Eine Anlage in alternative Investments unterliegt den üblichen Marktrisiken, die für Gesellschaften, die in alle Arten von Wertpapieren investieren, bestehen, einschließlich Markvolatilität. Bestimmte Handelstechniken, die im Rahmen alternativer Investments eingesetzt werden, wie Hebelfinanzierungen und Hedging, können die nachteiligen Auswirkungen, denen ein Anlageportfolio möglicherweise unterliegt, verstärken.

Je nach Struktur des Produkts, in das investiert wird, müssen alternative Anlagen Investoren gegebenenfalls keine regelmäßigen Preis- oder Bewertungsinformationen mitteilen. Zudem kann bezüglich der Basiswerte allgemein mangelnde Transparenz bestehen. Eine Anlage in alternative Investments kann auch steuerliche Auswirkungen haben. Potenzielle Anleger sollten vor einer Anlage einen Steuerberater zu Rate ziehen. Zusätzlich zu direkten Kosten und Gebühren fallen bei bestimmten alternativen Anlagen, wie Hedge-Dachfonds, zusätzliche indirekte Gebühren, Kosten und Vergütungen auf Basis der Vermögenswerte bei den Investmentfonds an, in die diese alternativen Anlagen investieren.

[1] Alpha stellt einen mathematischen Wert dar, der die Überschussrendite einer Anlage gegenüber einer Benchmark angibt. Das Alpha misst unabhängig von der Bewegung des Marktes den durch einen Manager erzielten Mehrwert gegenüber einer passiven Strategie.

[2] Beta bietet einen Maßstab für die Volatilität eines Wertpapiers oder eines Portfolios im Vergleich zum Aktienmarkt als Ganzes; dem Markt (oder Index) wird ein Beta von 1,00 zugewiesen.

[3] Indizes werden nicht aktiv gemanagt und es ist nicht möglich, direkt in einen Index zu investieren. Gebühren, Kosten oder Ausgabeaufschläge sind in den Indizes nicht berücksichtigt. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist weder ein Indikator noch eine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung.