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Perspektiven

Kurze Überlegungen: Als Verbündete handeln – Unternehmerinnen und Herstory unterstützen

Chief Market Strategist Stephen Dover über die Auseinandersetzung mit Geschlechtervorurteilen, Vermögen und sozialen Netzwerken und unsere Rolle bei der Förderung der Geschlechterparität.

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Chief Market Strategist Stephen Dover ist der Meinung, dass wir die Probleme in puncto Geschlechterparität angehen müssen – nicht nur, weil es moralisch richtig ist, sondern weil es außerdem zu besseren Ergebnissen und Renditen führen wird. Frauen als Führungskräfte im Investment-Bereich, als Unternehmerinnen und Venture-Capital-Entscheiderinnen sind essenziell für eine nachhaltigere Welt. Wir können die Geschlechterparität fördern, wenn wir uns mit Geschlechtervorurteilen und der Ungleichheit in den Bereichen Vermögen und soziale Netzwerke auseinandersetzen.

Dass Unternehmerinnen nur schwer Zugang zu Venture Capital (VC) erhalten, ist eine der ältesten Geschichten der Welt. Wie können wir Herstory ändern und Unternehmerinnen und Gründerinnen stärken? Beim Blick durch eine „Gender-Linse“ treten verschiedene Themen zutage: vom Zugang zu Kapital über die Gleichbehandlung am Arbeitsplatz bis hin zu Produkt- und Dienstleistungsangeboten und Anlageklassen.1 Ich bin der Meinung, dass wir die Probleme in puncto Geschlechterparität angehen müssen – nicht nur, weil es moralisch richtig ist, sondern auch, weil wir alle auf diese Weise bessere Ergebnisse und Renditen erzielen können.

Obwohl ihnen 38 % der US-amerikanischen Unternehmen gehören, erhielten Gründerinnen nur 2 % aller Venture-Kapitel-Finanzierungen.2 Frauen in Schlüsselpositionen der Wirtschaft, als Unternehmerinnen und Investment-Entscheiderinnen sind somit von grundlegender Bedeutung für die Geschlechterparität und eine nachhaltigere Welt.

Gründerinnen erhalten unverhältnismäßig wenig Kapital, sie sind nicht paritätisch repräsentiert und haben kaum Entscheidungsmacht über Venture Capital. Wenn Frauen kein Kapital gewährt wird, liegt das etwa in fehlenden Kenntnissen über das Produkt, in auf Geschlechtervorurteilen beruhenden Fragen und in den verwendeten Diskontierungsgrößen begründet. Dies sind wahrscheinliche Begleiterscheinungen, wenn Entscheidungen nur von Männern getroffen werden. Eine mögliche Folge ist, dass den Anlegern Gewinne und Renditen entgehen.3

Nach den Schätzungen einiger Studien könnte das globale BIP um 6 % steigen, wenn Frauen im gleichen Umfang als Unternehmerinnen tätig wären wie Männer. Die Weltwirtschaft würde dadurch jährlich um 5 Billionen USD wachsen.4 Wenn die Rollenverteilung am Arbeitsmarkt gleich wäre, könnte das globale BIP bis 2025 um 26 % steigen.5

Ein diverses Umfeld wirkt sich positiv aus, unter anderem auf die finanziellen Ergebnisse und das Mitarbeiterengagement.6 Unternehmen, die von Frauen gegründet und geleitet werden, verbesserten die Kapitalrendite um 66 % und die Eigenkapital- und Umsatzrendite um 53 % bzw. 42 %.7 Unternehmen mit einer größeren Geschlechterparität entwickeln sich ganze 30 % besser als solche mit einer geringeren Geschlechterparität.8

Eine unbewusste Voreingenommenheit im Verhalten und soziale Netzwerke beeinflussen alle Lebensbereiche: von der Wahl des Wohnorts bis zur Art und Weise des Investierens. Das Erkennen dieser Voreingenommenheit und der Quasi-Geschlossenheit bestimmter Kreise kann zur Schaffung neuer, auf Geschlechterparität beruhender Prozesse und Ergebnisse der Venture-Capital-Finanzierung beitragen.9

Wir können viel bewegen, wenn wir Geschlechtervorurteile und die Ungleichheit in den Bereichen Vermögen und soziale Netzwerke angehen und als Verbündete handeln, um die Geschlechterparität bei Geschäfts- und Kapitalentscheidungen zu fördern. Erfahren Sie mehr in „Women Entrepreneurs and the Benefits of Equal Access to Capital” von Jenny Johnson, CEO bei Franklin Templeton, Sara Araghi, Director bei Franklin Venture Partners, Regina Curry, Chief Diversity Officer bei Franklin Templeton, und Shelly Kapoor Collins, General Partner, Shatter.

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ENDNOTEN

  1. Quelle: Fiduciary Trust International, „Gender Inclusive Investing Strategies“, 15. Januar 2018.
  2. Quelle: Forbes, „Why Do Female Entrepreneurs Receive Less Than 3% Of All Venture Capital Funding?”, 1. Dezember 2017.
  3. Quelle: Harvard Business Review, „Male and Female Entrepreneurs Get Asked Different Questions by VCs — and It Affects How Much Funding They Get“, 27. Januar 2017.
  4. Quelle: Boston Consulting Group, Want to Boost the Economy by $5 Trillion? Support Women as Entrepreneurs, 30. Juli 2019.
  5. Quelle: McKinsey Global Institute, „How Advancing Women’s Equality Can Add $12 Trillion to Global Growth“, 1. September 2015.
  6. Quelle: Fiduciary Trust International, „Beyond Conversation: Gender Inclusion Now“, 15. August 2019.
  7. Quelle: The New Economy, „Anita Borg report makes strong case for investing in women“, 9. April 2014.
  8. Quellen: Forbes, „Diversity As $uperpower: The (Well-Known) Data Against Homogeneous Teams in Venture Capital“, 22. September 2020, und Padnos, C., High Performance Entrepreneurs: Women in High-Tech, Illuminate Ventures, 2010.
  9. Quelle: Athena Capital Advisors, „Investing in Gender Equity“, Januar 2018.