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Aktien

Kurze Überlegungen: Haben Wachstums- oder Substanztitel die Oberhand?

Für unseren Chief Market Strategist Stephen Dover lautet die eigentliche Frage, wo am lohnendsten angelegt werden kann.

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Die traditionelle Unterscheidung zwischen „Wachstum“ und „Substanz“ verändert sich weiter. Dies wurde kürzlich in einer Diskussionsrunde mit Matt Moberg, Portfolio Manager bei Franklin Equity Group, Sam Peters, Portfolio Manager bei ClearBridge Investments, und Steve Lipper, Senior Investment Strategist bei Royce Investment Partners und President of Royce Fund Services, deutlich.

  • Als Growth-Manager konzentriert sich Matt auf fünf Innovationsplattformen, die die Gesellschaft in Richtung der sog. Vierten Industriellen Revolution verändern. Die Plattformen, welche die Titanen der künftigen Führungsspitze schaffen, umfassen: disruptiven Handel, Fortschritte in der Genomik, intelligente Maschinen, neue Finanzdienstleistungen und exponentielle Daten.
  • Innovation ist einer der am stärksten fehlbewerteten Bereiche der Aktienmärkte, da die kaum greifbaren Vorteile häufig schwierig zu beziffern sind. Innovation vervielfacht häufig die Größe von Märkten und schafft neue Investment-Ökosysteme.
  • Sam befasst sich im Anlegerspektrum mit dem Value-Bereich, und sein Prozess konzentriert sich auf den Einfluss der Zyklen auf das Investmentumfeld. Die Umstellung von traditioneller Energie beispielsweise schafft Verzerrungen mit der Chance, zu Kursen, die mit traditionellen Bewertungskennzahlen begründet werden können, in Innovation anzulegen.
  • Die kommenden Marktführer finden sich in aller Regel unter den Titeln mit kleiner und mittlerer Marktkapitalisierung, und die Pandemie unterstrich die Resilienz der hochwertigsten Unternehmen.
  • Steve hob hervor, dass Small Caps gegenüber Large Caps in Phasen mit hohem Wirtschaftswachstum, steigenden Zinssätzen und moderat anziehender Inflation tendenziell eine Outperformance erzielen. Noch genauer gesagt übertreffen Substanztitel mit kleiner Marktkapitalisierung in dieser Art von Umfeld tendenziell Wachstumstitel der gleichen Kategorie.

Auch wenn jeder dieser Investoren seinen eigenen Ansatz verfolgt, sind sie sich grundsätzlich einig: Es gilt, dort zu investieren, wo die Verbesserung der Fundamentaldaten des jeweiligen Unternehmens belohnt wird. Aktives Management, durchdachte Diversifizierung und strategische Umschichtung können Portfolios auf den Wandel vorbereiten, wenn Umfeld und Katalysatoren sich ändern.

WO LIEGEN DIE RISIKEN?

Alle Anlagen sind mit Risiken verbunden, ein Verlust des Anlagekapitals ist möglich. Der Wert von Anlagen kann fallen oder steigen, und Anleger erhalten möglicherweise nicht den vollen Anlagebetrag zurück. Aus historischen Daten geht hervor, dass Aktien langfristig andere Anlageklassen übertreffen, wobei sie jedoch kurzfristig stärker schwanken. Investitionen in schnell wachsende Branchen, wie Technologie und Gesundheitswesen (die erfahrungsgemäß eine hohe Volatilität aufweisen), können zu größeren Kursschwankungen führen, insbesondere kurzfristig, da sich die Produkte dort sehr schnell wandeln. Außerdem werden sie durch Entwicklungen und Veränderungen in der staatlichen Regulierung von Unternehmen beeinflusst, die den wissenschaftlichen oder technischen Fortschritt fördern oder für die Zulassung neuer Arzneimittel und medizinischer Instrumente gelten. Unternehmen mit geringer und mittlerer Börsenkapitalisierung können auf Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besonders empfindlich reagieren, und ihre Wachstumsaussichten sind weniger sicher als die von größeren, etablierteren Unternehmen.

Bei aktiv verwalteten Strategien können Verluste entstehen, wenn sich das Urteil des Anlageverwalters in Bezug auf Märkte, Zinssätze oder die Attraktivität, den relativen Wert, die Liquidität oder die potenzielle Wertsteigerung bestimmter Portfolioanlagen als unzutreffend herausstellt. Es kann nicht garantiert werden, dass die Anlagetechniken oder Entscheidungen eines Anlageverwalters zu den gewünschten Ergebnissen führen.

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